Trainersuche bei 1860

Kauczinski zu den Löwen? Das sagt Kreuzer

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1860-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

München - Der Einstand von Daniel Bierofka ist gelungen. Dennoch sucht der TSV 1860 einen Trainer. Der Sportchef erklärt, warum das so schwierig ist und nimmt zu Markus Kauczinski Stellung.

Die Trainer-Frage beim TSV 1860 ist geklärt. Vorerst zumindest. Auch ohne die nötige Lizenz darf Daniel Bierofka die Löwen bis zum Ende der Saison coachen. "Daniel darf 15 Werktage Cheftrainer sein. Das bedeutet seit vergangenen Dienstag bis zum 11. Mai, einschließlich das letzte Heimspiel gegen Paderborn", erläuterte Sportdirektor Oliver Kreuzer im Blickpunkt Sport des BR. "Wir haben aber für den 34. Spieltag und die beiden Relegationsspiele eine Ausnahmeregelung bei der DFL beantragt." Auch was danach passiert, ist bereits klar: Bierofka kehrt zur U21 zurück. "Weil er muss", stellte Kreuzer klar. "Selbst wenn er alle vier Spiele gewinnt. Laut Reglement darf er nächstes Jahr nicht unser Trainer sein."

Wer wird es dann? Das ist noch unklar. Die Suche läuft - gestaltet sich aber äußerst schwierig. "In unserer Situation ist das natürlich alles andere als einfach", räumte Sechzigs Sportchef ein. "Es ist ein Unterschied, ob du auf Zweitligatrainer-Suche bist oder einen Trainer für die Dritte Liga suchst." Ein möglicher Kandidat soll Markus Kauczinski sein. Kreuzer kennt den Noch-Coach des Karlsruher SC noch aus gemeinsamen Zeiten bei den Badenern. "Aber er hat einen Marktwert, der weit über München hinausgeht", beteuerte der 50-Jährige. "Er ist ein interessanter Trainer, aber es gibt noch andere interessante Trainer. Um eine finale Entscheidung zu fällen, muss geklärt sein, in welcher Liga wir spielen. Für beide Seiten." Kauczinski selbst hatte erst kürzlich verlauten lassen: "Ich beschäftige mich im Moment nicht mit 1860. Es gibt andere Optionen."

Eigentlich, so sagte er, hätte es auch in dieser Saison keinen Wechsel mehr an der Seitenlinie geben. Benno Möhlmann hätte die Mannschaft auch in den letzten Spielen betreuen sollen. "Die Entwicklung der letzten Wochen hat uns allerdings dann irgendwann ins Grübeln gebracht", erklärte der Sportchef, um dann vor der Frage zu stehen: "Was braucht diese Mannschaft? Die Mannschaft braucht eigentlich nur jemanden, der eine Spielphilosophie hat. Aber vor allen Dingen hat die Mannschaft Mut und Zuspruch gebraucht. Und hierfür ist Daniel Bierofka meines Erachtens genau der Richtige."

Bilder: Die Trainer des TSV 1860 seit 1992

Das habe er gleich bei seinem Einstand als Interims-Chef bewiesen. Beim 1:0 gegen Braunschweig "war das schon ein anderes Gesicht" des Teams, meinte Kreuzer. "Er hat diesen neuen Impuls hereingebracht, den einzelnen Spielern das Vertrauen gegeben. Er hat es geschafft, mit diesem Vertrauen gewissen Dinge zu verändern, speziell im Spiel nach vorne." Mit diesen neuen Impulsen soll der Ur-Löwe seinen Klub nun in der Liga halten.

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