Trainer sieht Vor- und Nachteile beim Löwen-Ösi

Vieraugengespräch mit Runjaic - jetzt darf Liendl wohl ran

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Michael Liendl (l.) und Kosta Runjaic.

München - Gab es hier die Mitteilung, dass Michael Liendl am Sonntag in der Anfangself steht? Nach dem Training am Montagmittag führte Kosta Runjaic mit dem Österreicher auf dem Platz und während des Gangs in die Kabine ein längeres Einzelgespräch.

Kritik kann kaum der Inhalt gewesen sein, da Liendl in Fürth 90 Minuten lang nur die Bank drückte – es war eher ein Blick nach vorn. Gegen Arminia Bielefeld mit Liendl als Ideen- und Vorlagengeber scheint Runjaics Devise zu sein.

Die Zahlen sprechen für den 30-jährigen Mittelfeldmann. Vier Treffer hat Liendl in der vergangenen Saison erzielt, acht Assists zu Toren geliefert, und der ein oder andere wirkungsvolle vorletzte Pass war auch noch dabei. Dass beim TSV 1860 im Juni dennoch laut über einen vorzeitigen Abgang Liendls nachgedacht wurde, gehört einmal mehr zu den vielen Ungereimtheiten in den letzten Jahren an der Grünwalder Straße.

„Das war schon ein bisschen kurios, ein bisschen komisch“, wunderte sich auch Liendl, der erst vor einer Woche davon erfuhr, dass der Verein jetzt doch wieder fest mit ihm plant – und ihn plötzlich dringend benötigt. Denn das ideenlose Mittelfeldspiel der Blauen in Fürth schreit geradezu nach einem wie Liendl und seinem gefühlvollen Passspiel. Er sollte in der Lage sein, Leute wie Stefan Aigner und Ivica Olic mit vernünftigen Bällen zu bedienen, und, was man keinesfalls außer Acht lassen darf: Liendl weiß halt auch bei Standards was mit der Kugel anzufangen.

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„Als Heilsbringer sollte man ihn jetzt aber auch nicht gleich sehen“, warnt Runjaic. „Liendl hat sicher seine Vorteile – aber auch Nachteile.“ Das alte Lied: Dass er kein Mann für Höchstgeschwindigkeitsrennen ist, weiß Liendl selbst. „Ich bin halt mal nicht der Schnellste“, hat er vor einigen Wochen im Trainingslager gesagt.

Runjaic hatte das mit den Vor- und Nachteilen aber auch auf „andere Spieler“ bezogen. Und so wundert es nicht, dass er nach dem Fehlstart in Fürth, in dem viele nur ihre Nachteile offenbarten, gegen Bielefeld wohl einiges ändern will. Also beileibe nicht nur, was die Personalie Michael Liendl betrifft.

Goran Sukalo wird allerdings keine Alternative sein. Er hat sich einen Kapseleinriss im rechten Sprunggelenk zugezogen und fällt wohl aus.

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tz

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