Mehr Variabilität im Offensiv-Spiel

Neue Links-Stärke bei den Löwen

+
Michael Liendl feiert seinen Siegtreffer in Nürnberg. Geschossen hat auch er mit links.

München - In der vergangenen Rückrunde wurde die Stärke bei Standardsituationen zum Markenzeichen der Löwen. Heuer scheint sich eine weitere Qualität im Spiel der Sechzger zu entwickeln.

"So ein Spiel setzt Energien frei, so ein Sieg gibt Kraft", wurde Trainer Kosta Runjaic nach dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg am Montag auf der Löwen-Homepage zitiert. Wie wichtig der Sieg war, sieht man an der Tabelle: Sechzig steht jetzt auf Rang 6 und kann mit einem Dreier am Freitag gegen Union Berlin sogar auf einen Aufstiegsplatz vorrücken. Eines war jedoch auffällig im Spiel gegen die Nürnberger: Die Löwen schlossen erstaunlich viele Chancen mit dem linken Fuß ab. 

Beide Tore mit links

Angefangen bei den beiden Sechzig-Toren: Sascha Mölders vollendete in der elften Minute, nach einem Flankenlauf auf links von Ivica Olic, mit dem linken Fuß. Und auch "Alpen-Maradona" Michael Liendl hämmerte den Ball in der 79. Minute aus knapp zehn Metern mit dem linken Fuß ins kurze Eck. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass neben Ivica Olica sowohl Sascha Mölders als auch Michael Liendl eben Links-Füßer sind und deshalb lieber mit ihrem starken Fuß abschließen. 

Aufs Tor mit links

Aber, nimmt man den Schuss von Karim Matmour in der 25. Minute aus, stand auch bei den anderen Sechzig-Chancen meist der linke Fuß im Fokus. Zum Beispiel direkt nach der Matmour-Chance: Hier schoss Maximilian Wittek mit links von der Strafraumkante, knapp daneben. Auffallend waren vor allem die Abschlüsse nach dem zweiten Treffer, bei denen sowohl Victor Andrade (86. Minute), Fanol Perdedaj (89.) als auch Sascha Mölders (90. Minute) jeweils mit links nur knapp das 3:1 verpassten. 

Nach den eher zögerlichen Offensiv-Bemühungen in den ersten Saison-Spielen könnte es durchaus sein, dass Trainer Kosta Runjaic den Spielern mitgab, öfters mal den Abschluss zu suchen, egal mit welchem Fuß. Die auffällige Abschluss-Stärke kann mehr Variabilität ins Spiel der Löwen bringen und auch in den kommenden Spielen für mehr Torgefahr sorgen - auch ohne den verletzten Stefan Aigner. Ob die neue Qualität zum Markenzeichen wird, wie etwa die Stärke bei Standards in der vergangenen Rückrunde, bleibt noch offen. Dennoch kann sich der TSV über die neue Vielseitigkeit im Abschluss freuen.

rs

auch interessant

Meistgelesen

Ticker zum Nachlesen: 1860 unterliegt in Bochum
Ticker zum Nachlesen: 1860 unterliegt in Bochum
Bierofka streicht Perdedaj und Degenek - Liendl in Bochum dabei
Bierofka streicht Perdedaj und Degenek - Liendl in Bochum dabei
Vorrunde für Boenisch beendet
Vorrunde für Boenisch beendet
1860 verliert - Bochums Siegtor ging Handspiel voraus
1860 verliert - Bochums Siegtor ging Handspiel voraus

Kommentare