So tickt der Serbe

Neu-Löwe Filip Stojkovic: Runjaic wollte ihn unbedingt

+
Filip Stojkovic (23 Jahre, 1,80 m) ist in Belgrad geboren, spielt inzwischen für Montenegro.

München - Filip Stojkovic ist der nächste Neuzugang beim TSV 1860 München. Der Serbe ist ein Wunschspieler von Trainer Kosta Runjaic. So tickt die Neuverpflichtung.

Der nächste Neuzugang des TSV 1860 ist perfekt. Filip Stojkovic ist seit Samstagabend ein Löwe. Den ganzen Tag über hatte sich die Sache noch etwas gezogen, weil die Transferbestätigung von Stojkovics bisherigem Verein, dem serbischen Erstligisten Cukaricki, noch auf sich warten ließ. Deshalb konnte der 23-jährige Abwehrmann auch nicht wie geplant um 17 Uhr beim Training mitmachen. Rund vier Stunden später war dann endlich alles unter Dach und Fach. Zur großen Freude vor allem von Kosta Runjaic. „Das ist der Wunschspieler, den ich unbedingt wollte“, sagte der Löwencoach. „Ich hatte schon vor, Stojkovic zu holen, als ich noch Trainer beim 1. FC Kaiserslautern war. Aber damals war ein Transfer aus finanziellen Gründen nicht machbar.“

Den TSV 1860 soll der neue Mann 600000 Euro Ablöse kosten, die Laufzeit des Vertrages beträgt stolze fünf Jahre. Runjaic: „Stojkovic war drei Jahre lang Kapitän bei Cukaricki. Das heißt auch was. Und er kann rechter sowie linker Verteidiger spielen.“

Groß geworden ist der Neu-Löwe mit der Brit-Pop-Frisur in der Nachwuchsabteilung von Roter Stern Belgrad. Er kam in der U 17- und U 19-Nationalmannschaft Serbiens zum Einsatz, entschied sich dann aber zum montenegrinischen Verband zu wechseln, für den er vor zwei Monaten sein erstes A-Länderspiel bestritt.

Und der nächste Neue steht offenbar auch schon bereit: der brasilianische Stürmer Ribamar von Botafogo Rio. 19 Jahre ist er erst alt, seine Ablöse allerdings durchaus happig. 2,5 Millionen Euro soll er laut brasilianischen Medien kosten. Ribamar war zuletzt auch beim AC Nantes in Frankreich ein Thema.

Bilder aus dem Trainingslager: Alle Blicke auf Stojkovic

Bilder aus dem Trainingslager: Müder Sieg am Ende gegen Sturm

Jetzt ist offenbar auch das Rätsel gelöst, warum der Transfer des marokkanischen Nationalspielers Adel Taarabt am vergangenen Donnerstag geplatzt ist. Der Spieler war ja ebenfalls schon im Trainingslager eingetroffen, und sein Berater soll sich mit dem TSV 1860 über einen Transfer einig gewesen sein. Dann aber habe der Berater einen Anruf von Taarabt aus dessen Hotelzimmer bekommen, in dem er ihm mitteilte, dass er an einem Wechsel nicht mehr interessiert sei. Die Gründe, man kann nur spekulieren: Hat ihm das Mittagessen nicht geschmeckt? Teilte er den Modegeschmack der Löwenspieler nicht? Oder hat er mitbekommen, dass bei Kosta Runjaic sehr, sehr lange Trainingszeiten auf ihn warten würden?

Interessant ist dennoch, dass sich die Löwen und der Berater einig waren. Denn bei Benfica Lissabon hat Taarabt ein Jahresgehalt von 2,5 Millionen Euro einkassiert…

auch interessant

Meistgelesen

Ticker zum Nachlesen: 1860 unterliegt in Bochum
Ticker zum Nachlesen: 1860 unterliegt in Bochum
Bierofka streicht Perdedaj und Degenek - Liendl in Bochum dabei
Bierofka streicht Perdedaj und Degenek - Liendl in Bochum dabei
Vorrunde für Boenisch beendet
Vorrunde für Boenisch beendet
1860 verliert - Bochums Siegtor ging Handspiel voraus
1860 verliert - Bochums Siegtor ging Handspiel voraus

Kommentare