Ex-Löwe in zweiter chinesischer Liga

So geht es Rubin Okotie in Peking

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Rubin Okotie beim Jubel nach seinem ersten Tor für Beijing Enterprises Group FC.

Beijing - Ex-Löwen-Stürmer Rubin Okotie fühlt sich wohl in Peking. Er macht kein Geheimnis daraus: Auf das Abenteuer zweiten chinesische Liga ließ er sich auch wegen des Geldes ein.

Im Juli wechselte Rubin Okotie vom TSV 1860 München zu Beijing Enterprises Group FC in die zweite chinesische Liga. Sportlich holpert es bei Okotie gerade etwas, dennoch gefällt dem Österreicher seine neue Heimat - trotz der schlechten Luft.

"Das einzig Negative"

Rubin Okotie hat sich mit seinem Wechsel nach Peking auf ein echtes Abenteuer eingelassen: "Die Chinesen sprechen kaum Englisch, ich kein Chinesisch. Da sprechen wir mit Händen und Füßen", sagte er gegenüber dem Kurier. Aber: Der Ex-Löwe genießt seine Zeit in China und auch die Familie fühle sich mittlerweile sehr wohl. Nur an die Luft in Peking muss man sich noch gewöhnen: "Das einzig Negative hier ist, dass wir wirklich immer wieder Tage mit starkem Smog haben. Sind die Werte so hoch, dann bleiben wir oft zu Hause. Da haben wir Geräte, die die Luft filtern", sagte Okotie.

Nur drei Ausländer je Mannschaft erlaubt

Beruflich läuft es derzeit dagegen nicht so. Der Aufstieg in die erste chinesische Liga ist mittlerweile abgehakt. Zumindest für diese Saison. Okotie musste zuletzt wegen einer Muskelverletzung fünf Wochen pausieren. Zuvor hatte der 29-Jährige nur je Luft für eine Halbzeit gehabt, da er keine Vorbereitung absolviert hatte.
Generell läuft in China so einiges anders: Pro Mannschaft sind nur je drei ausländische Spieler erlaubt: "Die meisten sind richtig gut. Der Rest der Kader besteht aus Chinesen, die sich alle auf einem sehr ähnlichen Niveau befinden. Sie laufen und kämpfen, technisch und taktisch sind sie weniger gut ausgebildet als die Europäer", erklärte Okotie.

Geld war entscheidend

Als im Juli bekannt wurde, dass Okotie den TSV für eine Zweitliga-Mannschaft in China verlässt, staunten viele Fans nicht schlecht. Er selbst machte aber nie ein großes Geheimnis um die Gründe für seinen Wechsel: "Ich habe immer gesagt, dass der Faktor Geld eine entscheidende Rolle gespielt hat", sagte er dem Kurier

Bereits als der Wechsel öffentlich gemacht wurde, erklärte sich Okotie in einem Facebook-Post und gab sich sehr offen. Hintergrund für den Transfer sei auch, dass der Österreicher nie wusste, wie lange seine Karriere noch gehen kann. Mit 22 habe er sich einen Knorpelschaden im Knie zugezogen. Seitdem hängt ein Damoklesschwert über seiner Fußballer-Karriere. Dem Kurier sagte Okotie, dass er in der Vergangenheit oft ein Risiko eingegangen sei. Diesmal habe aber "der Kopf entschieden. Ich habe mir davor eine Plus/Minus-Liste geschrieben." 

Mit seiner Entscheidung scheint Okotie sehr zufrieden zu sein. Auch seinen Vertrag bis 2018 will er bei Beijing Enterprises erfüllen und nächste Saison für den Aufstieg der Mannschaft Tore erzielen. 

rs

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