1860-Sportchef über Identifikation

Kreuzer: "Die Bierofkas sterben aus"

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„Identifikation ist ein großer Begriff“: Oliver Kreuzer ist kein Traumtänzer.

München - Vereinstreue, Identifikation, Hingabe – für jeden echten Fan selbstverständlich. Doch lässt sich dieser Anspruch auch auf die Spieler übertragen? 1860-Sportchef Oliver Kreuzer begegnete der Thematik in der jüngsten Blickpunkt Sport-Ausgabe des BR mit wohltuender Sachlichkeit.

Identifikation sei „ein großer Begriff“, sagte der 50-Jährige. „Manchmal frage ich mich aber auch: Wie soll das im Beruf des Profifußballers eigentlich stattfinden? Diese Bierofkas sterben heutzutage auch aus. Es ist selten, dass ein Spieler über einen längeren Zeitraum bei einem Verein spielt. Deswegen ist es auch schwierig von Identifikation zu reden.“

Kreuzer wechselte 1991 nach immerhin sechs Jahren beim KSC zum FC Bayern. Für ­Bierofka ging es schon nach zwei Profi-Jahren bei 1860 eine Karrierestufe höher zu Bayer Leverkusen, ehe er über Stuttgart 2007 an die Grünwalder Straße zurückkehrte. Im aktuellen Profi-Kader der Löwen finden sich fünf Spieler, die schon länger als fünf Jahre bei 1860 sind: Kapitän Christopher Schindler (1999), Torwart Vitus Eicher (2000), Maxi Wittek (2003), Dominik Stahl (2004) und Relegationsheld Kai Bülow (2010). Kreuzers Ansicht: „Ich glaube kaum, dass es bei uns einen Spieler gibt, der in seiner Vita stehen haben will: Abstieg 2016. Alle Spieler sind mit dem Herzen dabei.“ Wäre dem Erfolg zumindest nicht abträglich.

Er feuert an und fiebert mit! So emotional coacht Biero

lk

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