Löwen-Investor reist mit nach Hamburg

Darüber sprach Cassalette mit Ismaik bei einer Pizza

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Entspanntes Miteinander: Trainer Kosta Runjaic und Präsident Peter Cassalette unterhalten sich mit Hasan Ismaik (v. l.).

München - Die Löwen-Bosse nutzen Hasan Ismaiks Besuch zu ausführlichen Gesprächen. Dabei geht es um mehr als nur Fußball. Der Investor hat derweil noch nicht genug.

Da sage noch einer, der TSV 1860 habe nichts mit der Champions League zu tun. Von wegen. Rund 350.000 Euro erhält der Traditionsverein von der Grünwalder Straße aus der Solidarzahlung, die von der Uefa aus dem Champions-League-Topf der vergangenen Saison an die DFL überwiesen wird. Insgesamt sind das mehr als sieben Millionen Euro, die von der DFL komplett an die 18 deutschen Zweitligisten ausgezahlt werden. Aber natürlich hält die Summe keinem Vergleich stand mit jener, die Hasan Ismaik den Löwen in dieser Saison zur Verfügung gestellt hat. Rund zehn Millionen für Ablösen, Spielergehälter und Reparaturen der Trainingsplätze.

Und das wurde von Ismaik keineswegs sozusagen grimmig in Rechnung gestellt, als er die Löwen am Samstag 1:2 gegen Union Berlin verlieren sah. "Er war hinterher ganz entspannt beim Zusammensein mit der Mannschaft und dem Trainerteam", sagte Kosta Runjaic. "Das darf man auch sein, wenn du als Investor, als Trainer oder als Fan siehst, dass die Spieler alles gegeben haben."

Hasan Ismaik besucht das Trainingsgelände der Löwen

Cassalette aß Pizza mit Ismaik

Am Dienstag wird es ein längeres Gespräch zwischen Runjaic und Ismaik geben, mit Präsident Peter Cassalette fand das bereits am Samstagabend statt. Beim Pizzaessen. Cassalette: "Hasan braucht kein Dreisterne-Restaurant, der geht auch in einen ganz normalen Pizzaladen und zieht sich eine ganz normale Pizza rein. Wir reden dann auch über Dinge, die nichts mit 1860 oder Fußball zu tun haben, und ich muss sagen: Ich finde den Hasan auch als Menschen sehr sympathisch und zugänglich."

Man habe einfach abseits vom Fußball gemeinsame Interessen, über die sich beide gerne unterhalten. "Hasan ist zum Beispiel sehr interessiert an deutscher Geschichte", sagt Cassalette, "und auch an Tieren. Ich bin ja ein totaler Hundefan, das findet er toll. Mir gefallen dafür seine Löwen. Auf seiner Farm in Kenia sind kürzlich drei Junge zur Welt gekommen. Er hat mir Fotos von ihnen gezeigt und gesagt, dass er eins davon Peter nennen wird. Ob er das dann wirklich macht, weiß ich aber nicht."

"Bei Niederlage wird keiner depressiv"

Cassalette glaubt fest daran, dass auch weitere Misserfolge die derzeitige Harmonie nicht stören würden: "Mal angenommen, wir würden am Donnerstag in St. Pauli (20:15 Uhr, bei uns im Live-Ticker) wieder verlieren, dann würde auch keiner depressiv werden. Wir werden ganz ruhig bleiben."

Ismaik hat vor, am Millerntor dabei zu sein. Cassalette wollte wegen eines Wiesntermins eigentlich in München bleiben. "Aber wenn Hasan rauf fliegt, dann sage ich die Wiesn ab und bin dabei", sagte der Präsident. Kosta Runjaic kann ihm das nur empfehlen: "Ein Abend am Millerntor ist immer etwas Besonderes. Ich bin zuversichtlich, dass wir gut spielen und Punkten mitnehmen werden."

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cm/uk

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