Premiere für den neuen Trainer

Spezieller Leistungstest: Runjaic lässt seine Löwen schwitzen

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Einer der sechs "Glücklichen": Sascha Mölders nahm am Spirometrietest an der TU teil.

München - Die Löwen nutzen die Länderspielpause auf ganz spezielle Art. Trainer Kosta Runjaic bittet die Profis zu einem ausgiebigen Leistungstest - auch für ihn eine Premiere.

Am Freitag ging der dreitägige Leistungstest beim TSV 1860 zu Ende. Mit einem Ausdauerlauf am Nachmittag, zu dessen Länge Trainer Kosta Runjaic lapidar erklärte: "So lange, bis es nicht mehr geht." Wie nett. Insgesamt wurde alles auf den Prüfstand gestellt, was für einen Profifußballer wichtig ist. Runjaic: "Die Blutwerte, das Gewicht, der Bewegungsapparat wurden getestet, außerdem die Schnelligkeit und auch Krafttests haben wir gemacht."

Die Länderspielpause kam dafür gerade recht. Runjaic: "Ich muss die Spieler einfach noch besser kennenlernen, was Zahlen, Daten und Fakten angeht." Schließlich seien sie unter verschiedenen Voraussetzungen zum TSV 1860 gekommen. "Ein Claasen war zu Beginn der Vorbereitung verletzt, Stojkovic und Ribamar kamen angeschlagen zu uns, Olic, der erst nach dem Trainingslager verpflichtet wurde, hat keine richtige Vorbereitung gehabt. Obwohl er auch in der Zeit ohne Verein was gemacht hat. Das sieht man, wenn Ivica das Trikot auszieht. Da können sich manch junge Spieler etwas abschauen…"

Darum trainieren die Löwen mit diesen Masken

Sextett muss zum Spirometrietest

Sechs Löwenprofis mussten zudem Freitagfrüh um acht zur TU München zum Spirometrietest und Sauerstoffmasken tragen: Liendl, Busch, Mauersberger, Mölders, Andrade und Karger. Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Messung und Aufzeichnung des Lungen- bzw. Atemvolumens und der Luftflussgeschwindigkeiten zur Beurteilung der Lungenfunktion. Runjaic: "Das Ganze ist einem Laktattest ähnlich. Die Ergebnisse gibt es am Montag."

Andere Werte waren sofort bekannt, so der Löwencoach: "Victor Andrade war mit 2,4 Sekunden der schnellste Spieler über 20 Meter, Stefan Aigner hatte die drittbeste Zeit. Aber dass Andrade der Beste war, wundert ja wohl auch keinen bei seinem Antritt." Es gab aber auch welche, die über drei Sekunden benötigten. Beim Hochsprung aus dem Stand überraschte den Trainer vor allem Rodnei, der 1,10 m schaffte. Diese Höhe meisterten beileibe nicht alle. "Das ist stark", fand Runjaic, "Skispringer kommen auch nicht höher als 1,30 Meter."

Nötige Manpower bei Sechzig vorhanden

Der gesamte Test war auch für ihn Neuland. "In der Form habe ich das bei noch keinem Verein gemacht", sagte Runjaic, "aber dazu braucht man auch die nötige Manpower. Und die haben wir jetzt bei Sechzig."

Wenn demnächst alles ausgewertet ist, dann, so der Löwencoach, "können wir mit den Spielern auch individueller und präventiv arbeiten. Dazu gehört, dass jeder seine eigenen Programme, auch für daheim, bekommt." Um demnächst so viele Punkte wie möglich einzufahren.

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Claudius Mayer

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