Pearce und Wolff trauen sich

Qualle statt Zehner: Komiker-Duo veräppelt Poschners Transfers

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Die Komiker Simon Pearce und Moses Wolff veräppeln den TSV 1860 München.

München - Zwei Münchner Comedians nehmen die Transferpolitik der Sechziger und dabei vor allem den ehemaligen Sportdirektor Gerhard Poschner ordentlich auf den Arm. Das aufgeführte Theater in der Umkleidekabine der Löwen scheint nicht allzu weit hergeholt.

Hohn und Spott für vermurkste oder kuriose Transfers haben in Giesing längst Tradition. Angefangen hatte das Theater ja bereits zu Zeiten Karl-Heinz Wildmosers, als Abedi Pele 1996 in die bayerische Landeshauptstadt wechselte und sich bei den Roten wähnte. Immerhin überzeugte der dreimalige Fußballer des Jahres in Afrika auch bei den Blauen. Das kann man seither nicht von allen Transfers behaupten. Die Liste der Missverständnisse ist lang: Erik Mykland, Markus Weissenberger, Francis Kioyo oder Stefan Reisinger enttäuschten, um nur einige zu nennen.

Dicker Kickermeister statt junger Brasil-Star

Aus der jüngeren Vergangenheit bleiben vor allem die Zugänge aus Spanien im Gedächtnis. Edu Bedia, Ilie Sanchez und Rodri wurden von der zweiten Mannschaft des FC Barcelona für die Spielzeit 2014/15 verpflichtet. Verantwortlich dafür: Der ehemalige Sportdirektor Gerhard Poschner. Und der wird nun von zwei Münchner Kabarettisten auf die Schippe genommen. Simon Pearce mimt in einem Facebook-Video den Löwen-Coach, der nach dem ersten Training in der Umkleidekabine stinksauer seinen neuen Transfer aus Brasilien zur Rede stellt. Der, gespielt von Moses Wolff, gibt den Unwissenden.

Der Hoffnungsträger sieht weder wie erhofft 22-jährig, noch so aus, als würde er von der Copacabana kommen. Wolff ist in Wahrheit 47 Jahre alt, grauhaarig und wirkt im Video - vornehm gesagt - etwas rundlich. Der "Neuzugang" klärt auf: Mit Brasilien habe er nur insofern zu tun, als dass seine Großmutter vor 35 Jahren einen Brasilianer kennengelernt habe. Er selbst sei seit 22 Jahren in einem Verein aktiv und bereits Vizemeister gewesen - allerdings beim Kickern.

"Mir haben sie den perfekten Zehner versprochen und dann kommst du, du Qualle", schimpft "Trainer" Pearce. Er habe "das alles diesem Paschner äh Poschner gesagt", verteidigt sich der graue Brasilianer, alias Moses Wolff. Daraufhin schlägt Pearce die Hände über dem Kopf zusammen. Schließlich stellt sich heraus: Wolff wollte beim TSV 1860 als Reinigungskraft beginnen, Poschner habe ihm aufgrund seiner "Voraussetzungen" aber direkt ein Profiengagement zugesichert. Verdienst: 350. 000 Euro. 

Das Facebook-Video nennt Wolff "Ein kleiner Einblick hinter die Kulissen von 1860". Ein bisschen was zum Schmunzeln, mit einem Funken Wahrheit.

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mke

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