Spanien-Rückkehrer 

Rodri-Neustart? Einer seiner Kollegen wäre dafür

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Rodri trainiert derzeit nur individuell.

München - Er ist wieder da: Rodri, der spanische Stürmer, den man an der Grünwalder Straße fast schon vergessen hatte. Oder besser: vergessen wollte. Der 26-Jährige trainiert individuell, einer seiner Kollegen hätte aber nichts gegen eine Wiedereingliederung ins Team.

Am Dienstag aber kehrte er zurück, wohl eher aus vertraglichen Zwängen und nicht als ein vom Ehrgeiz getriebener Kicker, der er es hier noch einmal allen beweisen will. Ginge wohl auch gar nicht, denn der 26-Jährige, der in der vergangenen Saison an Real Valladolid ausgeliehen war, darf bei den Profis nicht mittrainieren. „So wie ich gehört habe, will ihn der Trainer nicht dabei haben“, sagte Präsident Peter Cassalette. Und Pressesprecherin Lil Zercher ergänzte: „Rodri trainiert individuell.“

Ein Jahr ist der Spanier noch an den TSV 1860 gebunden und der im Sommer 2014 von Gerhard Poschner verpflichtete Angreifer sorgte in seiner ersten Saison für – gelinde gesagt – viel Unruhe. Weshalb Kosta Runjaic schon im Juni beim ersten Training in Sachen Rodri folgende Aussage traf: „Es sind Sachen vorgefallen, die nicht gut für das Team waren. Und ich werde mit diesem Spieler auch nicht zusammenarbeiten.“ Eine klare Ansage.

Rodri lieferte sich im Training einst ein Handgemenge mit Torhüter Stefan Ortega, ließ, und das offenbar absichtlich, seinen stattlichen Gehaltszettel in der Kabine liegen und wurde vom ehemaligen Zeugwart Wolfgang Fendt als „größter Schlamper“ bezeichnet, der ihm während seiner rund 15-jährigen Tätigkeit untergekommen ist.

Kai Bülow allerdings würde sich nicht unbedingt gegen ein Comeback von Rodri bei den Profis wehren. „Warum sollte es für ihn nicht nochmal einen Neustart geben“, sagte der 30-Jährige, der zudem anführt, dass ja „vielleicht nur noch vier, fünf Spieler von vor zwei Jahren da sind, die mit ihm schon zu tun hatten. Ich persönlich hatte nie ein Problem mit Rodri. Er hatte Zeit sich zu ändern, und vielleicht hat sich die Mannschaft auch so verändert, dass sie offener ist für seine Art. Fußballerische Qualität hat Rodri absolut. Das hat er schließlich immer nachgewiesen, wenn er reinkam.“ Bülow glaubt auch, dass man einen stärkeren Rodri als vor zwei Jahren erleben würde, denn: „Ich bin davon überzeugt, dass Kosta Runjaic jeden einzelnen Spieler bei uns besser machen kann.“ 

Und den ein oder anderen auch disziplinieren muss. Wie den Brasilianer Andrade, der auf Grund seiner Unbeherrschtheit am Samstag im Testspiel gegen Borussia Dortmund (1:0) nur knapp an einem Platzverweis vorbeigeschrammt war. Bülow: „Wenn Andrade mehrere Spiele über 90 Minuten machen will, dann muss er sich in dieser Beziehung schon ändern…“

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