21-jähriger Spätstarter ist im Kommen

Runjaic denkt um: Weber statt Rodnei

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Kosta Runjaic.

München - Ein 3:0 in einem Test gegen einen Erstligisten – so was tut immer gut. Vor allem den Löwen, die das Wort Erfolgserlebnis in dieser Saison nicht allzu oft in den Mund nehmen konnten.

Felix Weber.

So nahm dann auch Kosta Runjaic den Sieg am Donnerstagabend gegen den FC Ingolstadt zum Anlass, einer gewissen Freude Ausdruck zu verleihen. „Es tut gut, so ein positives Erlebnis gehabt zu haben“, sagte der Löwentrainer, der von der spielerischen Darbietung offenbar etwas überrascht war. Runjaic: „Es gab schöne Ballpassagen, unser Spiel war sehr strukturiert.“ Und auch die Werte der Spieler seien überzeugend gewesen. Dass diese bei einem Testspiel in Fürstenfeldbruck gemessen würden, verwunderte so manchen. Das könne man ruhig glauben, versicherte Runjaic und fügte mit einer Prise Ironie hinzu: „Wir arbeiten nicht aus dem Bauch heraus. Auch wenn’s vielleicht so ausschaut…“ Eins aber könne man mit bloßem Auge erkennen, so der Coach: „Dass sich Felix Weber von Woche zu Woche steigert. Er hat auch gegen Ingolstadt gut gespielt.“ Der 21-jährige Innenverteidiger bleibe jetzt fest im Trainingsbetrieb der Profis und kann wohl demnächst auch auf einen Einsatz in der Zweiten Liga hoffen.

Bilder vom Test: Sechzig überzeugt gegen den FC Ingolstadt

Weber, der Spätstarter. Denn bereits vor viereinhalb Jahren nahm der damalige Trainer Reiner Maurer den damals 17-Jährigen mit ins Sommertrainingslager der Profis im österreichischen Neusiedl. Danach aber verschwand der Abwehrspieler, der aus Ohlstadt, einer Hochburg für Bobfahrer, stammt, für lange Zeit wieder aus dem Blickfeld der ersten Mannschaft.

Und jetzt nimmt er sozusagen den Platz von Rodnei ein, der sich nach dem Spiel in Sandhausen einmal mehr wegen Verletzungsproblemen abgemeldet hat. Dieses ständige Hin und Her in Sachen Fitness beim 31-jährigen Brasilianer scheint Runjaic auf Dauer zu unsicher zu sein. Rodnei hat keine guten Karten mehr.

Stefan Aigner dagegen steht vor seiner Rückkehr. „Dass ich in einer Woche im Heimspiel gegen Kaiserslautern wieder dabei sein will, gilt nach wie vor“, sagte der Kapitän nach dem gestrigen Mannschaftstraining. Er spüre zwar noch „ein bisschen was“ im Knie nach seinem Innenbandanriss vor acht Wochen, aber das Comeback hat er fest im Auge. Runjaic freut sich schon: „Aigner bewegt sich gut im Training. Die Abläufe, die er in seiner Karriere gelernt hat, kann man schon wieder erkennen.“

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