Wann kommt er?

Das sind Ismaiks Pläne mit Ayre

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Was ergab das Treffen von Peter Cassalette und Hassan Ismaik mit dem Münchner OB?

München - Eigentlich wollten die 1860-Verantwortlichen die Personalie Ian Ayre noch ein paar Wochen unter Verschluss halten, um alle Vertragsdetails mit dem künftigen KGaA-Boss klären zu können.

Er wolle und werde entsprechende Berichte „weder bestätigen noch dementieren“, ließ Präsident Peter Cassalette die tz auf Nachfrage wissen. Die 1860-Pressestelle bat am frühen Nachmittag aufgrund des heißklingelnden Präsidenten-Telefons um Verständnis, „dass wir diese Thematik zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren“. Ayre selbst war zu keiner Stellungnahme bereit.

Wann die Zeit reif sein wird, das ist die große Frage bei den Blauen. Englischen Medien zufolge seien die US-Eigentümer des FC Liverpool darauf erpicht, dass Ayre seinen zum Saisonende 2016/17 auslaufenden Vertrag erfülle, um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten. Wie gestern indes aus informierten Kreisen dies- und jenseits des Ärmelkanals zu hören war, rechnet man nach der Aufdeckung des Namens Ayre mit einer Dynamik, die den 53-jährigen Briten schon im Winter von der Anfield- an die Grünwalder Road befördern könnte.

Ayre wird als neuer starker Mann in der 1860-KGaA über Thomas Eichin und Raed Gerges stehen, die sich dann auf Sport und Marketing konzentrieren können. Ismaik verspricht sich viel von den internationalen Kontakten des künftigen Ober-Geschäftsführers. „Wir sind auf dem richtigen Weg, aus 1860 einen der besten Vereine Europas zu machen“, sagte er unlängst im Kicker. Ein PR-Desaster wie in Liverpool wird sich Ayre wohl kein zweites Mal erlauben. Nach massiven Fanprotesten hatte der Klub Anfang des Jahres eine teilweise Erhöhung der Ticketpreise zurückgenommen und sich öffentlich bei den aufgebrachten Anhängern entschuldigt. Dass Ayre nur ein paar Wochen später seinen Abschied ankündigte, wurde von Beobachtern als Reaktion darauf gewertet. Eine Interpretation, die die Liverpool-Eigentümer der Fenway Sports Group als unzutreffend bezeichneten. Ayre habe sie bereits Ende 2014 über seinen Entschluss informiert.

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Einer der Schwerpunkte in Ayres künftigem Betätigungsfeld bei 1860 dürfte das Stadionprojekt werden. Heute treffen sich Präsident Cassalette und Finanzier Ismaik mit Münchens OB Dieter Reiter, um über den Standort Riem zu sprechen. Es gehe hauptsächlich darum, „ob wir mehr Platz kriegen“, so Cassalette zur tz. Falls nicht, müsse ein neuer Standort gesucht werden. Aufgeben werde Ismaik seine Pläne von einer Löwen-Arena so schnell sicher nicht.

Möglicherweise kommt der Investor auch am Sonntag zum Auswärtsspiel nach Würzburg. Manager Eichin weiß: „Da müssen wir uns warm anziehen und eine ganz andere Leistung aufs Feld bringen als gegen Hannover.“

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