Sportchef will mit Mölders reden

Eichin erklärt: Bin froh über 30-Mann-Kader

München - Die Löwen haben am letzten Tag der Transferperiode die Füße stillgehalten. Auch so verfügt Sechzig über einen großen Kader - sehr zur Freude von Sportchef Thomas Eichin.

Als die Löwen am 1. Juli dieses Jahres im österreichischen Bad Waltersdorf ihr Trainingslager bezogen, hatten sie 27 Spieler unter Vertrag. "Viel zu viele", war die einhellige Meinung der Verantwortlichen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass man im Lauf der Vorbereitungsphase noch weitere Verstärkungen an Land ziehen wollte. Die kamen dann auch mit Filip Stojkovic, Ivica Olic, Lucas Ribamar, Fanol Perdedaj und nicht zuletzt Stefan Aigner.

Die beabsichtigte Verschlankung des Kaders bis zum Transferschluss am Mittwoch gelang nicht. Lediglich Ilie Sanchez und Sertan Yegenoglu konnten von der Gehaltsliste gestrichen werden. Im Juli waren noch Namen wie Mugosa, Sukalo, Liendl, Rodnei sowie einer der beiden Torhüter, Vitus Eicher oder Stefan Ortega, als Streichkandidaten im Gespräch - aber alle sind geblieben. Somit setzen die Löwen nach der Länderspielpause die Vorrunde mit einem 30-Mann-Aufgebot fort.

Eichin will sich ein Bild von Sukalo und Co. machen

Sportchef Thomas Eichin.

Weil auch kein Last-Minute-Neuzugang verpflichtet wurde. FürThomas Eichin überhaupt kein Problem. "Ich bin sogar froh, dass wir 30 Leute haben", sagte der Sportchef. "In einer Saison gibt es Phasen, in denen du einige Verletzte hast, und dann freust du dich, dass du einen solch großen Kader besitzt. Außerdem gibt es Spieler, über die wollen sich der Trainer und ich auch noch ein Bild machen. Wie zum Beispiel Sukalo, Karger oder Simon." Anfragen anderer Vereine für einige Spieler habe es durchaus gegeben, sagte Eichin, "aber wir haben ja nichts zu verschenken. Und mittlerweile bin ich auch froh, dass Rodnei bleibt, weil wir ihn sicher noch brauchen werden in der Innenverteidigung".

Es gab ja die Überlegungen, auf dieser Position noch einen Neuen zu holen, "aber der", so Eichin, "hätte einer sein müssen, der über jeden Zweifel erhaben gewesen wäre. Einen Durchschnittsspieler hätte ich verpflichten können. Aber das wollten wir nicht machen."

Innenverteidiger-Duo genießt vollstes Vertrauen

Zumal sich auch die Einschätzung über die Qualität der Innenverteidigung Mauersberger/Degenek geändert habe. Eichin: "Nach dem ersten Spiel, dem 0:1 in Fürth, war ich da etwas skeptisch, aber in den Spielen danach habe ich dort keine großen Defizite mehr gesehen." 

Ein ganz anderes Thema lag dem Sportchef auch noch auf dem Herzen. Eichin sprach offen aus, dass ihm die Nebentätigkeit von Stürmer Sascha Mölders als Trainer des Landesligisten SV Mering nicht gefällt: "Kein Vorwurf an Sascha, das wurde ihm vor meiner Zeit zugestanden. Aber ich finde es unglücklich, weil ein Profi sich voll auf seinen eigentlichen Job konzentrierten sollte. Ich werde die Angelegenheit mit Mölders nochmal besprechen."

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Claudius Mayer

Rubriklistenbild: © dpa

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