Zweiter Neuzugang ebenfalls fix

Runjaic: "Matmour macht den Unterschied"

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Ankunft bei 1860: Victor Andrade (l.) und Karim Matmour (r.) mit Teammanager Flo Waitz.

München - Neustart bei den Löwen: Am Mittwoch sind zwei neue Spieler an der Grünwalder Straße eingetroffen. Vor allem einen kennt Kosta Runjaic gut.

"Unsere Hauptaufgabe ist es, den Kader zu komplettieren“, sagte Kosta Runjaic am Mittwochmittag. Keine fünf Stunden später konnte der Löwen-Trainer zwei neue Spieler auf dem Trainingsgelände begrüßen: Karim Matmour (31), den er bereits in Kaiserslautern unter seinen Fittichen hatte, und Victor Andrade (20), der auf Leihbasis von Benfica Lissabon kommt.

Die beiden Außenangreifer sollen der weitgehend harmlosen Offensive des TSV 1860 zu mehr Durchschlagskraft verhelfen. Bei Matmour (29 Länderspiele für Algerien) ist sich Runjaic bereits jetzt sicher, dass er eine Verstärkung darstellen wird. „Karim war in den beiden Jahren in Lautern einer der Top-3-Flügelspieler der Liga“, sagte der Coach. „Vielleicht hat er letztes Jahr die falsche Entscheidung getroffen, als er nach Kuwait ging. Aber er hat relativ schnell festgestellt, dass ihm das nicht taugt. Dann war er das letzte halbe Jahr in Huddersfield (zweite englische Liga, d. Red.). Karim ist ein Spieler, der für den Unterschied sorgen kann.“

Das ist Neuzugang Andrade

Weniger bekannt in hiesigen Gefilden ist Victor Andrade. Zuletzt war der Brasilianer (fünf U 20-Länderspiele für die Selecao) von Benfica Lissabon an Vitoria Guimaraes ausgeliehen, jetzt kann er sein Talent im deutschen Unterhaus unter Beweis stellen. Beide Spieler werden am Freitag mit ins Trainingslager in die Steiermark reisen. Und es ist gut möglich, dass die Fans noch weitere neue Gesichter zu sehen bekommen. 1860-Präsident Peter Cassalette sagte gestern auf tz-Nachfrage: „Ich hoffe, dass bis zum Trainingslager noch der eine oder andere dazukommt.“

Bis Ende August ist das Transferfenster geöffnet. Am Wochenende des 6./7. August starten die Löwen mit dem Auswärtsspiel bei Greuther Fürth in die Liga. „Ich hätte mir zwar lieber ein Heimspiel gegen Würzburg oder Nürnberg gewünscht“, sagte Cassalette, „aber wenn wir in Fürth was reißen, dann kommen zum ersten Heimspiel gegen Bielefeld auch 35 000 in die Arena.“

Anders als die traditionell fehlstartenden Löwen hat Runjaic gute Erinnerungen an die Auftaktpartien der vergangenen beiden Spielzeiten. 2015 siegte er mit dem 1. FC Kaiserslautern 3:1 beim MSV Duisburg, 2014 gab’s das – Zitat Runjaic – „fast schon historische Spiel“ gegen Sechzig, als Lautern in Unterzahl einen 0:2-Pausenrückstand noch in ein 3:2 drehte. Eine traumatische Pleite für 1860. Runjaic’ Kommentar damals: „Die Mentalität hat gewonnen.“

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