Trainer und Sportchef sprechen

Sechzig nach der Pleite: "Dafür braucht es keinen Trainer"

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Gesprächsbedarf: Löwen-Trainer Kosta Runjaic (l.) erklärt Sportchef Thomas Eichin, was alles schief lief gegen Düsseldorf.

München - Die Löwen rutschen immer tiefer in den Tabellenkeller. Nach der Niederlage gegen Düsseldorf rückt vor allem Trainer Kosta Runjaic in den Fokus.

Update vom 24. Oktober 2016: Wie sicher sitzt Kosta Runjaic auf dem Trainer-Stuhl? Kommt demnächst ein neuer Coach? Wir checken alle Gerüchte zu einem möglichen neuen Trainer beim TSV 1860 München.

Die Löwen müssen nach der Länderspielpause gleich den nächsten Rückschlag hinnehmen. Statt des erhofften Befreiungsschlags setzt es im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf eine 1:3-Pleite. Nach der dritten Niederlage nacheinander und nur einem Punkt aus fünf Spielen rückt Trainer Kosta Runjaic in den Mittelpunkt. Der Coach gibt sich kämpferisch, auch Sportchef Thomas Eichin, Michael Liendl und Jan Mauersberger äußern sich. Die Stimmen zum Spiel.

Runjaic: "Ich bin enttäuscht und kann jeden Fan verstehen, der wütend ist. In der ersten Halbzeit waren wir nicht zweitligatauglich. Was wir da gezeigt haben, darf in dieser Form nicht passieren. Dafür braucht es aber auch keinen Trainer. Ich bin hier hergekommen, um etwas aufzubauen. Und ich wusste von Anfang an, was auf mich zukommt. Auch die Jungs auf dem Platz sind in der Verantwortung. Ich werde alle Instrumente in Bewegung setzen, die mir zu Verfügung stehen - und das sind viele. Ich gehe davon aus, dass wir die Kurve kriegen."

Eichin: "Die erste Halbzeit war für mich schockierend. Das geht so nicht, das werde ich so nicht hinnehmen, dafür ist das zu wichtig hier. Wir müssen gemeinsam rauskommen aus der Nummer, das wird ein harter, ein steiniger Weg. Sechzig hat in den vergangenen Jahren immer in dieser Phase Probleme gehabt - das müssen wir ändern und den Bock umstoßen. Ich spreche grundsätzlich in einer Krisensituation nicht über den Trainer. Das bringt nichts."

1860 verliert gegen Düsseldorf: Ein Sechser, sechs Fünfer

Liendl: "Abstiegskampf? Ich denke, dass es dafür zu früh ist. Wir haben uns viel vorgenommen. Aber wenn du ohnehin angeschlagen bist, dann tut so ein frühes Gegentor doppelt weh. Wir haben uns unglaublich schwer getan, hatten aber nach dem Rückstand die Chance zum 1:1. Dann haben wir wieder Fehler gemacht, die zum 0:3 führten."

Mauersberger: "Wir kassieren zu schnell und zu einfach Tore. Wir sind selbstkritisch genug, werden die Fehler ansprechen und müssen mehr über den Schweinehund gehen. Bei der Körpersprache, vor allem vor eigenem Publikum, müssen wir zulegen. Aber wenn du nach fünf Minuten bereits zurückliegst, dann wird es sehr schwer. Jetzt stehen wir in der Tabelle weit unten, müssen schauen, dass wir möglichst schnell punkten. Der Trainer hat immer gesagt: Der Start ist die Hälfte des Weges - und den haben wir vermasselt!"

Hier gibt's das Spiel zum Nachlesen im Ticker.

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