Löwen-Trainer warnt nach Kantersieg

Runjaic zählt auf: Das hat ihm gegen Aue nicht gefallen!

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Warnt vor Übermut: Sechzig-Trainer Kosta Runjaic ist mit dem Spiel seines Teams noch längst nicht zufrieden.

München - Die Formkurve der Löwen zeigt nach den jüngsten Erfolgen wieder nach oben. Für Trainer Kosta Runjaic ist aber noch längst nicht alles Gold, was aktuell glänzt.

Das sind ja schon mal keine schlechten Voraussetzungen für den Sonntag. Noch nie in seiner Trainerlaufbahn hat Kosta Runjaic gegen den SV Sandhausen den Kürzeren gezogen, in seinen fünf Spielen ging er viermal als Sieger vom Platz und einmal gab‘s ein Unentschieden. Michael Liendl wiederum hat gegen keinen anderen Klub so viele Tore erzielt wie gegen Sandhausen. In ebenfalls fünf Begegnungen traf der Österreicher viermal. Runjaic musste schmunzeln, als er am Freitag diese Bilanz schwarz auf weiß vor sich liegen hatte: „Man könnte ja meinen, Liendl und ich könnten das Spiel allein gewinnen, wenn man sich diese Statistiken anschaut. Aber das wird nicht reichen…“

Wer weiß? Käme vielleicht auf einen Versuch an. Auf alle Fälle würde Liendl in einem Elfmeterschießen locker allein bestehen. Alle fünf Strafstöße, die der TSV 1860 in dieser Saison erhalten hat, wurden von dem 31-jährigen Mittelfeldmann souverän verwandelt. Dazu noch ein Treffer aus dem Spiel heraus sowie ein Assist - Liendl ist mit Abstand bester Scorer (sieben Punkte) bei den Löwen.

Runjaic will Aue-Spiel nicht überbewerten

Allein drei durfte er vor einer Woche beim munteren Scheibenschießen gegen Erzgebirge Aue (6:2) verbuchen. Ein Kantersieg, den Runjaic aber schon richtig einzuordnen weiß nach vielen Wochen ohne Dreier in der Liga. „Eine Euphoriewelle ist deshalb nicht über uns hinweggespült“, sagte er, „aber gut getan hat uns der Sieg sowie das Weiterkommen ein paar Tage zuvor im Pokal natürlich schon. Diese Ergebnisse fördern das Selbstbewusstsein.“ Und sie tragen hoffentlich dazu bei, dass künftig nicht mehr so viele Fehler fabriziert werden. Davon nämlich hat Runjaic immer noch genug gesehen in der Partie gegen Aue. Und er zählte sie auch auf:

„Der missglückte Abstoß von Torhüter Jan Zimmermann, der eine gute Gelegenheit für Aue einleitete.“

„Oder die Standards für den Gegner. Da fehlt uns immer noch die hundertprozentige Aufmerksamkeit.“

„Auch wie die Tore für Aue gefallen sind. So etwas darf dir ja nicht einmal im Training passieren.“

Löwen-Trainer setzt auf Willenskraft

Nachlässigkeiten, die Runjaic nicht mehr sehen will. Und er sagt: „Wir müssen den Muskel Willenskraft spielen lassen, dann wird sich einiges von selbst lösen.“

Muss sich auch. Denn mit nur elf Punkten aus elf Spielen laufen die Löwen der Musik in der 2. Liga weiterhin hinterher.

Und Runjaic muss sowieso weiterhin liefern. Wie geht er um mit dem Stress, den die Diskussionen um seine Person produzieren? „Stress gibt‘s immer“, sagt er und lenkt damit vom Thema ab. „Egal ob bei Sieg oder bei Niederlage. Aber es war eine anstrengende Woche mit den Spielen gegen Würzburg und Aue.“ Die gut ausging für ihn. Nun wartet die nächste knackige Aufgabe beim SV Sandhausen, der ohne den am Knie verletzten Ex-Löwen Korbinian Vollmann antreten muss.

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Claudius Mayer

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