Die Löwen nach der Shopping-Tour

1860: Überangebot vorne - aber eine dünne Defensive

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Hoffen alle auf Einsatzzeiten: Daniel Adlung, Stefan Mugosa und Levent Aycicek (v.l.).

München - Die neue Nummer 1 bei den Löwen steht fest. Ansonsten sind noch viele Plätze zu vergeben bei den Löwen. Das große Gerangel läuft. Laut Peter Cassalette soll der Kader noch verkleinert werden.

Für Autogrammjäger war die Aktivität des TSV 1860 im aktuellen Transferfenster ein Segen. Beim Fanfest am Sonntag standen mehr als zwei Dutzend Spieler für Unterschriften zur Verfügung. Wenn die Saison erst mal begonnen hat, könnte der große Kader aber zum Problem werden: „Nicht nur wegen des Geldes, es ist auch frustrierend für die Spieler, die dann nur auf der Tribüne sitzen“, sagt Präsident Peter Cassalette, „momentan haben wir, glaube ich, weit über 30 Spieler. Der Kader muss noch reduziert werden.“

Dass vor dem Saisonauftakt sogar noch jemand hinzukommt, hält Cassalette für unwahrscheinlich: „Ich weiß von nichts. Wir haben eigentlich gesagt, wir haben es jetzt abgeschlossen.“

Hoffen alle auf Einsatzzeiten: Daniel Adlung, Stefan Mugosa und Levent Aycicek (v.l.).

Was Trainer Kosta Runjaic für den Saisonauftakt am kommenden Sonntag bei Greuther Fürth (13.30 Uhr) einen leicht kopflastigen Kader beschert: Dem Überangebot in der Offensive, wo sich auf den Außenbahnen Levent Aycicek, Daylon Claasen und die drei Neuzugänge Victor Andrade, Karim Matmour und Stefan Aigner um zwei Plätze streiten, steht eine dünne Defensive gegenüber. Kürzlich noch hatte Runjaic den Wunsch nach einem Innenverteidiger mit starkem rechtem Fuß geäußert, der Cassalettes Prognose zufolge vorerst unerfüllt bleiben wird.

Bilder: 1860-Fanfest ganz im Zeichen der Aigner-Rückkehr

Bilder: 1860-Fanfest ganz im Zeichen der Aigner-Rückkehr

Bei der Generalprobe am Samstag gegen den SC Freiburg, die 0:0 endete, bildeten Jan Mauersberger und Milos Degenek das Innenverteidiger-Duo. Im Angriff gab neben Sascha Mölders Neuzugang Ivica Olic 58 Minuten lang ein ordentliches Debüt, dann holte ihn Runjaic für Andrade vom Feld. Fanol Perdedaj zeigte als Sechser bei seinem Einstand, warum ihm der Ruf vorauseilt, ein kampferprobter Abräumer zu sein. Filip Stojkovic, verpflichtet für die rechte Abwehrseite, musste auf der ungewohnten linken Seite ran. Zu Übungszwecken, weil der etatmäßige Linksverteidiger Maximilian Wittek sich im letzten Spiel der vergangenen Saison noch eine gelb-rote Karte abgeholt hat und deshalb erst am zweiten Spieltag wieder eingreifen darf.

Runjaic macht Zimmermann zur Nummer 1

Insgesamt zog Trainer Runjaic ein positives Fazit: „Chancen gab es auf beiden Seiten. Wir haben zwar leider kein Tor geschossen, aber wichtiger war mir, dass wir keinen Gegentreffer bekommen haben.“

Der neue Löwen-Rückhalt: Jan Zimmermann.

Das war auch den Paraden von Neuzugang Jan Zimmermann zu verdanken, der im Tor durchspielte. Den Wettstreit mit Stefan Ortega und Vitus Eicher um die Nummer 1 hat er wohl für sich entschieden. „Die Tendenz geht dahin, klar“, so Runjaic, der aber froh ist über den Konkurrenzkampf. Auch die beiden Ersatztorhüter dürfen ihre Autogramme also wohl weiter bei den Löwen schreiben.

Christoph Fuchs

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