Neu-Löwe überglücklich

Andrade endlich wieder mit seiner Familie vereint

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Will mit den Löwen hoch hinaus: Victor Andrade mit seiner Familie.

München - Zwei Monate lang lebte Victor Andrade alleine. Nun konnte der Neu-Löwe endlich seine Familie nach München holen. Im Gespräch mit der tz erzählt er von den glücklichen Augenblicken und seinem Eindruck von der Zweiten Liga.

Endlich. Endlich hat Victor Andrade wieder seine Familie um sich. Zwei Monate hat er allein im Hotel gelebt, aber nachdem der Löwenangreifer vor Kurzem eine Dreizimmerwohnung in Grünwald bezogen hat, sind seine Liebsten wieder bei ihm: Frau Carol (22) und Sohnemann Arthur. „Jetzt bin wieder richtig in meinem Element, seitdem die beiden auch in München sind“, sagt Andrade (20) beim Treffen mit der tz. „Die langweiligen Tage ohne sie im Hotel sind vorbei.“

Und Söhnchen Arthur, der am 19. August ein Jahr alt wurde, ist natürlich immer mit von der Partie, wenn die Andrades München erkunden. „Wir waren auch schon im Hofbräuhaus“, sagt Carol. „Es war herrlich. Mir gefällt diese Musik, die dort die Blaskapellen spielen.“ Victor auch? „Na ja“, sagt er, „das ist schon was anderes als in Brasilien.“

Zumindest bei den bayerischen Schmankerln sind sie einer Meinung. „Wir haben jede Wurst probiert, die es im Hofbräuhaus gab“, lacht Carol, „aber Bier habe nur ich getrunken. Victor bekam Apfelsaft.“ Apropos bayerische Folklore. Dem Oktoberfest, das in eineinhalb Wochen beginnt, sehen beide schon mit großen Erwartungen entgegen. „Meine Lederhose habe ich bereits“, sagt Victor. „Wir werden ja vom Verein damit ausgestattet. Arthur habe ich auch schon eine besorgt. Nur für Carol brauchen wir noch ein Dirndl.“

Kennengelernt haben sich beide „vor zwei Jahren und sieben Monaten in Sao Paolo“, weiß Frau Andrade noch ganz genau und erntet ein anerkennendes Nicken von ihrem Mann, der das wohl nicht mehr so genau im Kopf hatte. Geheiratet wurde dann Anfang des Jahres in Guimaraes, wohin Victor in der vergangenen Saison von Benfica Lissabon ausgeliehen worden war.

Andrade: "Wollen uns nicht lange in der Zweiten Liga aufhalten"

So wie jetzt an den TSV 1860. Zwei Kurzeinsätze in den beiden Partien gegen den Karlsruher SC hat er bisher auf dem Konto, Trainer Kosta Runjaic will den Brasilianer noch nicht so recht von der Leine lassen. „Das ist schon okay so“, sagt Andrade, „Ich muss das akzeptieren, aber zufrieden bin ich damit natürlich nicht.“

Wie sind seine ersten Eindrücke von der deutschen Zweiten deutschen Liga, vor allem von der Härte? Andrade: „Meine Art zu spielen, ist aggressiv. Und ich weiß, dass ich da natürlich auch immer mal was abkriege. Aber ich habe es nicht anders erwartet. Außerdem wollen wir uns ja nicht lange in der Zweiten Liga aufhalten. Mein Ziel ist es, mit 1860 in die erste Liga aufzusteigen.“

Auch mit Hilfe seiner Schnelligkeit. Bei den Leistungstests vergangene Woche war Victor mit 2,4 Sekunden über 20 Meter der Beste im Team der Löwen. „Das hätte ich nicht erwartet“, sagt er. „Ich dachte, Marnon Busch oder Maxi Wittek würden die Schnellsten sein.“

Wenn's sein einziger Irrtum in München bleibt …

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