Ismaik: Es war ein Anfang…

Vier Löwen-Erkenntnisse aus der „Englischen Woche“

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Torflut in Fröttmaning: Sechs Tore schoss 1860 in der Liga zuletzt 2007 beim 6:2 in Augsburg.

München - Was lässt sich mitnehmen aus der erfolgreichen Englischen Woche mit dem Weiterkommen in Würzburg und dem Dreier gegen Aue? Wir haben vier Erkenntnisse destilliert:

Ein freies Wochenende durften die 1860-Profis nach dem 6:2-Sieg gegen Erzgebirge Aue genießen. Heute um 16 Uhr beginnt die Vorbereitung auf das Gastspiel beim SV Sandhausen (Sonntag, 13.30 Uhr), wo die Löwen unbedingt punkten müssen, um den frisch geschafften Anschluss ans Tabellenmittelfeld nicht gleich wieder zu verlieren.

Vier Erkenntnisse aus der erfolgreichen Englischen Woche

Ivica Olic verleiht Flügel: Die Rückkehr des 37-jährigen Wettsünders brachte neuen Schwung in die Offensivabteilung. Olic holte in der ersten Halbzeit beide Elfmeter heraus und bediente Levent Aycicek vor dem entscheidenden Tor zum 5:2. Entsprechend lautstark fiel der Beifall für den Kroaten bei seiner Auswechslung in der 85. Minute aus. „Ivica hat wie ein Pferd geackert“, lobte Manager Thomas Eichin. Auf seinen ersten Treffer im Löwen-Trikot wartet „Ola“ allerdings noch immer.

Levent Aycicek kann Victor Andrade zumindest halbwegs ersetzen: Freilich, das Tempo und die Dribbelstärke des Brasilianers hat Aycicek nicht annähernd. Trotzdem ist er mit seiner Technik und Antizipation ein wichtiges Puzzlestück für diese Mannschaft. Bemerkenswert sein Pass auf Olic vor dem Elfmeter zum 3:1. Auch die Freistöße schießt derzeit keiner besser, nicht einmal Michael Liendl, der bei seinem Comeback nach zwei Spielen Denkpause zwei Elfmeter verwandelte und Mölders’ 4:1 per Traumpass vorbereitete.

Löwen schießen Aue ab - einer bekommt die Note 1

Defensive Kompaktheit bleibt ein Fremdwort: Die 20 Minuten nach dem 4:1 zählten zum Schlimmsten, was die leidgeprüften Fans in der jüngeren Vergangenheit erleben mussten. „Wir wollten in Überzahl einen Schritt mehr machen. Aber wir haben in dieser Phase zu viele Chancen zugelassen“, räumte ­Liendl ein. Sein Vorgesetzter Eichin war „angefressen“, wie sich die Mannschaft vom Aufsteiger hatte einschnüren lassen. Der Sieg gebe zwar „Luft und Ruhe“, sagte der Sportchef. Aber „hätte Aue das 3:4 gemacht, wäre es nochmals eng geworden. Ich will verhindern, dass jetzt Karnevalsstimmung aufkommt. Wir wissen um unsere Probleme und woran wir arbeiten müssen, damit wir stabiler werden.“

Hasan Ismaik hat keine Lust mehr auf Analysen der Güteklasse „Auf Regen folgt Sonne“: Das Oktoberfest ist längst rum, Karneval auf dem internen Index. Und auch der Investor gibt sich aktuell sehr ernsthaft. „Es war ein Anfang. Dazu gratuliere ich der Mannschaft“, ließ Ismaik am Samstag via Facebook wissen. „Allerdings müssen sich Trainer und Spieler auch bewusst sein, das zehntausende Löwenfans sich mehr erwarten als nur elf Punkte nach elf Spieltagen. Diese Ausbeute ist sehr mager, wohlwissend, dass wir natürlich vom Verletzungspech gebeutelt sind. Wir brauchen bei 1860 die absolute Siegermentalität, auch in schwierigen Zeiten. (…) Ich werde solange kämpfen, bis alle Fans wieder stolz auf ihren Verein sein können.” Kein Nachteil, dass Ismaik erst 39 ist.

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lk

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