Von wegen "es geht um nichts mehr"

Darum ist das letzte Spiel für 1860 doch noch wichtig

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Die Spieler des TSV 1860 München bejubeln den Klassenerhalt.

München - Am letzten Spieltag gastiert der TSV 1860 beim abstiegsbedrohten FSV Frankfurt. Obwohl man schon gerettet ist, geht es für die Löwen doch um ziemlich viel.

Fast könnte man meinen, dass es beim letzten Saisonspiel des TSV 1860 München am Sonntag beim abstiegsbedrohten FSV Frankfurt um nicht mehr viel geht. Schließlich wurde gegen den SC Paderborn am 33. Spieltag mit dem dritten Sieg hintereinander unter Daniel Bierofka bereits die Klasse gehalten und die Planungen für die 13. Saison in der 2. Bundesliga, insbesondere in der Trainer-Frage, laufen bereits auf Hochtouren. Zum lässigen Schaulaufen wird der TSV 1860 das letzte Spiel der Saison allerdings nicht verkommen lassen (wir berichten im Live-Ticker). 

Zum einen wollen die Löwen ihren über 6000 mitreisenden Fans einen versöhnlichen Saisonabschluss bieten und sich zudem nicht nachsagen lassen müssen im Abstiegskampf keine 100 Prozent mehr zu geben. Mit dem SC Paderborn, dem FSV Frankfurt und dem MSV Duisburg kämpfen noch drei Mannschaften am letzten Spieltag um den Relegationsplatz 16. Ex-Löwe Moritz Stoppelkamp versprach Daniel Bierofka bereits bestmögliche Schützenhilfe

450.000 Euro mehr und der bessere Topf im DFB-Pokal

Und dann wären da noch die monetären Gründe. Aus der zentralen TV-Vermarktung erhält der 14. der 2. Bundesliga rund 450.000 Euro mehr als der Fünfzehnte. Das bestätigte Sportdirektor Oliver Kreuzer gegenüber dieblaue24.de: "Wenn wir Platz 14 verteidigen, bekommen wir 450.000 Euro mehr aus der TV-Vermarktung. Das ist eine schöne Stange Geld." Vor allem, wenn es jetzt im Sommer um die Verpflichtung neuer Spieler geht.  

Platz 14 in der 2. Bundesliga hat überdies auch noch Auswirkung auf den DFB-Pokal. Während der Vierzehnte noch im Profitopf landet und somit in der ersten Pokal-Runde den dicken Brocken aus der Bundesliga aus dem Weg gehen kann, landet der 15. der 2. Bundesliga im Amateurtopf und hat somit kleinere Chancen aufs Weiterkommen.

Wir erinnern uns: Als Sechzehnter der Vorsaison landeten die Löwen im Sommer 2015 erstmals seit Langem wieder in jenem Amateurtopf. Man bekam mit 1899 Hoffenheim einen leichteren Bundesligisten zugelost, konnte sich dabei sogar durchsetzen. Doch auf so viel Losglück dürfte Sechzig nicht noch einmal spekulieren wollen.

"Es wäre schon ein Faustpfand für uns, wenn du wahrscheinlich in der ersten Runde ein leichteres Los zugelost bekommst. Es geht in Frankfurt um viel Geld - das muss uns bewusst sein", meint Kreuzer zur Bedeutung der Partie beim FSV Frankfurt. Auf den 15. Fortuna Düsseldorf haben die Löwen vor dem letzten Spieltag zwei Punkte Vorsprung und die um vier Tore bessere Tordifferenz. Fehlen werden am letzten Spieltag der gelb-gesperrte Jan Mauersberger sowie die angeschlagenen Daylon Claasen und Romuald Lacazette. 

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