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1860-Investor Ismaik droht Hoeneß und dem FC Bayern

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Von: Denis Huber

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München - In einem Facebook-Post greift Löwen-Investor Hasan Ismaik den FC Bayern und dessen Präsidenten Uli Hoeneß an. Es geht um das gemeinsame Stadion und verbale Giftpfeile von der Säbener Straße.

Update vom 11. Dezember 2016: Die Fehde zwischen dem FC Bayern München und den Löwen geht weiter. In einem Interview giftet FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß gegen den TSV 1860 München.

Wer ein wenig die Gepflogenheiten arabischer Gesellschaften kennt, konnte ahnen, dass Hasan Ismaik die Angelegenheit nicht auf sich sitzen lassen würde.

Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hatten die Jahreshauptversammlung und die alljährlichen Fanclubtreffen des FC Bayern Ende November auch dafür genutzt, um ein paar kernige Sprüche in Richtung des Stadtrivalen 1860 München zu schicken.

Ismaik setzt Motz-Post in Richtung der Bayern ab

„Wir haben keinen Hasan Ismaik. Gott behüte uns vor solchen Leuten“, ätzte beispielsweise Vorstandsboss Rummenigge. Der neu gewählte Präsident Hoeneß nahm die Pläne für ein neues Stadion der Löwen aufs Korn: „Das ist mit normalen Maßstäben nicht mehr zu messen. Sechzig träumt seit Jahren vom eigenen Stadion. Sie müssten mal mit Donald Trump reden, der ist ein Immobilien-Tycoon. Vielleicht baut der ihnen sowas.“

Öffentliche Kritik kommt im arabischen Raum einem Gesichtsverlust gleich, insofern ließ die Antwort von Ismaik nicht lange auf sich warten. Am späten Sonntagabend postete der Löwen-Investor auf seiner Facebok-Seite „Ismaik1860“ eine Replik in Richtung der Bayern-Bosse. Vor allem Hoeneß wird zum Ziel der Ismaik-Retourkutsche.

Ismaik: „An Hoeneß‘ Stelle wäre eigentlich Demut angebracht“

„Herr Hoeneß hat das Wort ‚schwindsüchtig‘ im Zusammenhang mit dem TSV 1860 genannt. Wer glaubt Hoeneß eigentlich zu sein? Er soll nicht ablenken: Ein Aufsteiger aus Leipzig steht vor seinem tollen Verein“, schießt der Jordanier in Anspielung auf die Tabellensituation verbal zurück. Auch einen Seitenhieb auf die Haftstrafe des FCB-Präsidenten wegen Steuerhinterziehung kann sich Ismaik nicht verkneifen: „An Hoeneß‘ Stelle wäre eigentlich Demut angebracht, stattdessen versucht er sich auf unsere Kosten lustig zu machen. Hat er in den letzten Jahren nichts dazu gelernt? Ich habe seine Arbeit immer respektiert, aber jetzt hat er den Bogen überspannt.“

Ansatzpunkt für Ismaik ist die Allianz Arena. Im gemeinsam genutzten Stadion ist der TSV 1860 nur noch Mieter, nachdem der Verein aus finanzieller Not seine Anteile dem FC Bayern überschrieb. „Warum haben wir 50 Prozent an der Allianz Arena für die lächerliche Summe von rund elf Millionen Euro an den FC Bayern abgegeben? Ist der Verkauf der Anteile mit rechten Dingen zugegangen? Ich denke: Nein!“, erklärt Ismaik und kündigt an: „Wenn es der erklärte Wunsch unserer Mitglieder und Fans ist, diesen Fall wieder aufzurollen, werde ich die besten Anwälte einschalten, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.“

Bereits am Wochenende hatte der zurückgetretene 1860-Verwaltungsrat Christian Waggershauser angedeutet, dass beim Verkauf der 1860-Anteile nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sei: „Solche Verträge machen nur für einen Eigentümer Sinn, nicht für einen Mieter.“

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wie sich die Beziehung der beiden Münchner Profiklubs weiter entwickelt.

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