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Was machen eigentlich Goran Sukalo und Krisztian Simon?

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Von: Markus Ehrlich

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München - Die Verletztenliste wird länger, dann wieder kürzer. Spieler verletzen sich - und genesen. Nur zwei Spieler sind Dauergäste im Löwen-Lazarett: Goran Sukalo und Krisztian Simon. Wann dürfen die Blauen wieder mit ihren Langzeitverletzten rechnen?

Es war ein Bild des Jammers: Löwe Krisztian Simon (25) wird im vergangenen November beim Heimspiel gegen Duisburg von Sanitätern vom Platz getragen. Der Blick des Ungarn spricht Bände. Ungläubig schaut er zu seinen Beinen hinunter, schlägt dann die Hände vors Gesicht - als kenne er die Diagnose bereits. Sie lautet Kreuzbandriss, mindestens sechs Monate Pause.

Zwölf Monate und einen weiteren Kreuzbandriss (zugezogen im März beim Reha-Training) später, absolviert Simon ein individuelles Aufbautraining. Rückkehr ungewiss. „Darüber können wir keine Auskunft geben“, sagt Löwen-Pressesprecherin Lil Zercher auf Anfrage unserer Redaktion. „Der Genesungsprozess ist ein stetiges Auf und Ab.“ Fakt ist, dass Simon mit zwei so schwerwiegenden Verletzungen kurz hintereinander behutsam ans Team herangeführt werden muss. „Er arbeitet individuell an einem Comeback, wird intensiv betreut“, erklärt Lil Zercher. 

Simon, der das kränkelnde Offensivspiel der Löwen beleben könnte, wird wohl noch länger ausfallen. Wohl auch, weil die Löwen absolut kein Risiko mehr eingehen möchten. Bitter für die Mannschaft: Weil neben dem Ungarn auch Stefan Aigner und Victor Andrade ausfallen, besetzen sich die Löwen-Außenbahnen quasi von allein. Nur Karim Matmour, Nico Karger und Daylon Claasen zählen noch zum Kader, dazu kommen die unerfahrenen Nico Helmbrecht und Moritz Heinrich. 

Goran Sukalo ist „voll im Plan“

Auf kümmerliche 29 Einsatzminuten kommt Goran Sukalo (35) für 1860. Diese Zahl schmerzt besonders, wenn man bedenkt, dass er schon in der vergangenen Saison zu den Löwen wechselte. Kreuzbandriss, Leistenprobleme, Kapselriss und zuletzt ein schmerzhafter Muskelbündelriss. Sukalos Verletzungshistorie liest sich wie ein Handbuch für Medizinstudenten. Immer wieder kamen sie dem Slowenen in die Quere, warfen ihn zurück. 

Das soll jetzt anders werden, der Routinier schuftet fürs Comeback. Und die Strapazen scheinen sich auszuzahlen: „Er trainiert seit zwei Wochen individuell mit und ohne Ball“, erklärt Lil Zercher. „Es geht Schritt für Schritt voran, er ist voll im Plan.“ Was „voll im Plan“ konkret bedeutet, ist schwer zu sagen. Fakt ist aber: Sukalo könnte bald ins Mannschaftstraining einsteigen - und den Löwen im Abstiegskampf helfen. Auf seiner Lieblingsposition, dem zentralen, defensiven Mittelfeld, würde den Giesingern eine ordnende Hand durchaus zu Gesicht stehen.

mae

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