Löwen wollen die Sieg-Wiederholung gegen KSC

Runjaic: Darum bleibt Andrade wieder zunächst draußen

München - Am Samstag können die Löwen den zweiten Sieg gegen den Karlsruher SC in einer Woche einfahren. Einer wird aber erst einmal draußen sitzen: Victor Andrade.

Es wird brütend heiß am Samstag in Karlsruhe. Um die 35 Grad sind vorhergesagt, wenn die Löwen um 13 Uhr im Wildparkstadion zum zweiten Mal binnen acht Tagen auf den Karlsruher SC treffen. „Das wird im wahrsten Sinne des Wortes eine sehr hitzige Partie“, kalauerte Trainer Kosta Runjaic gestern Mittag im ebenfalls ordentlich aufgeheizten Pressecontainer. „Jetzt spielen wir auswärts und wollen versuchen, das Spiel mit einer kompakten Leistung und guten Momenten in der Offensive zu gewinnen.“

2:1 siegten die Löwen im DFB-Pokal-Spiel durch Karim Matmours Treffer in der Nachspielzeit. „Wir gehen auf jeden Fall mit einer Portion Wut im Bauch in die Partie“, sagt KSC-Rechtsverteidiger Enrico Valentini. „Vor allem, weil wir uns die Niederlage im Pokal selbst zuzuschreiben haben. Dass wir jetzt direkt danach die Chance bekommen, das gegen denselben Gegner wiedergutzumachen, ist ein zusätzlicher Ansporn.“

Runjaic weiß um die Gefährlichkeit der Badener, erinnerte an das Chancenplus des KSC in der Arena: „Wir hatten einen überragenden Jan Zimmermann im Tor stehen und müssen unsere Defensivarbeit verbessern.“

Löwen-Trainer Kosta Runjaic (l.) wird gegen den KSC erneut zunächst auf Victor Andrade verzichten.

Gut vorstellbar, dass der Trainer auswärts auf ein 4-2-3-1 mit Daniel Adlung als zweitem Sechser neben Michael Liendl setzt. Im Pokal lief der vielgescholtene Ex-Fürther viele Löcher zu, war mitverantwortlich dafür, dass die Karlsruher im zweiten Durchgang kaum noch zur Geltung kamen. „Adi hat sich total verausgabt“, lobt Runjaic. „Das ist es, was viele nicht sehen. Nur so werden wir die nächsten Stufen erreichen.“ Zugang Victor Andrade bleibt bis auf Weiteres nur die Jokerrolle. Runjaics Erklärung: „Man sieht zwei Tempoläufe von Andrade, und die Fans im ­Stadion sind begeistert. Dass er einige Ballverluste hatte, sagt keiner. Einmal sogar am Strafraum, da hätte es fast gescheppert. In manchen Spielen kann das auch bestraft werden.“

Möglichst nicht am Samstag. „Wir wollen wieder eine Weiterentwicklung sehen. Es wird ein Willensspiel“, sagt Manager Thomas Eichin. Und Runjaic ergänzte zum Thema Hitze: „Wir haben am Vormittag trainieren lassen, haben darauf geachtet, dass die Jungs viel trinken. Solche Maßnahmen sind wichtig. Wir brauchen wieder die richtige Mentalität, dass jeder für den anderen läuft und bis zum Schluss Gas gibt.“ Wie im Pokal. Wiederholung erwünscht.

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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