Historisches Duell gegen die Schwaben

Pleite beim VfB könnte das Ende für Runjaic bedeuten

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Wird die Partie am Freitag in Stuttgart zu seinem Schicksalsspiel? ­Kosta Runjaic braucht ­dringend ein ­Erfolgserlebnis.

München - Am Freitag spielen die Löwen zum ersten Mal seit über zwölf Jahren gegen den VfB Stuttgart. Bei einer Niederlage wird es eng für Trainer Kosta Runjaic. 

Mehr als zwölfeinhalb Jahre ist es jetzt schon her, dass der TSV 1860 und der VfB Stuttgart zum bisher letzten Mal aufeinandertrafen. Am 14. März 2004 war das, in Stuttgart, in jener Saison also, nach der die Löwen in die 2. Liga absteigen mussten. Und im Vorfeld wurden die Blauen von schweren Turbulenzen gebeutelt. Ähnlich wie heute, nur noch weitaus heftiger. 

Ein paar Tage zuvor waren Vater und Sohn Wildmoser wegen des Schmiergeldskandals um die Allianz Arena festgenommen worden, im Verein ging es drunter und drüber. Die bereits in Abstiegsgefahr befindlichen Löwen traten völlig verunsichert auf und verloren 0:2. Es war das letzte Spiel des TSV 1860, das der gerade aus der U-Haft entlassene Karl-Heinz Wildmoser live in einem Stadion verfolgte. Einen Tag danach trat er als Präsident des TSV 1860 zurück. 

Und auch diesmal steht der Auftritt der Löwen beim VfB unter ganz besonderen Vorzeichen. Die große Frage: Halten die Löwen weiterhin an Trainer Kosta Runjaic fest, wenn er auch das vierte Spiel in Folge verliert? Wohl eher nicht. Die tz weiß, dass die Vereinsführung bereits mit Andre Breitenreiter Kontakt aufgenommen hat, das verriet ein Funktionär am Sonntag beim 1:3 gegen Düsseldorf im VIP-Raum. Runjaic steht schwer unter Druck, nach nur acht Punkten aus den ersten neun Spielen kein Wunder. Ein Schnitt von 0,88 pro Partie, da kann die Armada von Trainern, die vor ihm das Weite suchen mussten, nur müde lächeln. Hier die Bilanz von Runjaics Vorgängern seit dem Abstieg in die 2. Liga.

Name

Dauer der Amtszeit

Punkte gesamt

Punkteschnitt

Rudi Bommer

1.7.2004 – 4.12.2004

20 Punkte in 14 Spielen

1,42

Reiner Maurer

5.12.2004 – 22.1.2006

63 Punkte in 36 Spielen

1,75

Walter Schachner

24.1.2006 – 17.3.2007

51 Punkte in 43 Spielen

1,18

Marco Kurz

19.3.2007 – 24.2.2009

80 Punkte in 63 Spielen

1,27

Uwe Wolf

25.2. – 12.5.2009

Zwölf Punkte in elf Spielen

1,09

Ewald Lienen

13.5.2009 – 30.6.2010

49 Punkte in 36 Spielen

1,36

Reiner Maurer

1.7.2010 – 17.11.2012

127 Punkte in 82 Spielen

1,55

Alexander Schmidt

18.11.2012 – 7.9.2013

38 Punkte in 26 Spielen

1,46

Friedhelm Funkel

7.9.2013 – 6.4.2014

29 Punkte in 23 Spielen

1,26

Markus von Ahlen

7.4.2014 – 19.6.2014

zehn Punkte in fünf Spielen

2,0

Ricardo Moniz

20.6.2014 – 23.9.2014

sechs Punkte in sechs Spielen

1,0

Markus von Ahlen

24.9.2014 – 17.2.2015

zwölf Punkte in 14 Spielen

0,86

Torsten Fröhling

18.2.2015 – 5.10.2015

24 Punkte in 23 Spielen

1,04

Benno Möhlmann

6.10.2015 – 18.4.2016

19 Punkte in 20 Spielen

0.95

Daniel Bierofka

19.4.2016 – 9.5.2016

neun Punkte in drei Spielen

3,0

Dennis Bushuew

10.5. – 30.6.2016

null Punkte in einem Spiel

0,0

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tz

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