Innenverteidiger bei 1860 im Gespräch

Der tz-Check: Pro und Kontra Niedermeier

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148 Bundesliga-Spiele für den VfB Stuttgart: Wird Innenverteidiger Georg Niedermeier (30) bald ein Löwe?

München - Verstärken sich die Löwen noch in der Abwehr? Ein Name ist in der Gerüchteküche rund um 1860 schon mehrmals gefallen: Georg Niedermeier. Die tz beleuchtet, was für und gegen ihn spricht.

Holen die Löwen noch einen Innenverteidiger? Und falls ja, welchen? Das sind die Fragen, die sich in diesen letzten Tagen der Transferperiode nicht nur die 1860-Fans stellen, sondern auch Manager Thomas Eichin.

Laut Kicker hat sich ein Wechsel von Jens Hegeler (28, Hertha BSC) zerschlagen. Ein Kandidat ist weiterhin Georg Niedermeier. Der 30-jährige gebürtige Münchner wollte seinen Vertrag beim VfB Stuttgart nach dem Abstieg der Schwaben nicht verlängern, „eine neue Herausforderung“ schwebte ihm vor – vorzugsweise in England. Doch statt der Insel könnte es für Niedermeier nun München-Giesing werden. Nach tz-Informationen ist der „Niederstrecker“, wie ihn die VfB-Fans wegen seiner rustikalen Spielweise tauften, einer von mehreren Anwärtern für den Posten des rechten Innenverteidigers bei 1860. Eichin wollte ein Interesse an dem 1,90 Meter großen Defensivmann gestern auf Nachfrage nicht dementieren. „Ich beteilige mich nicht an Spekulationen“, sagte der Sport-Geschäftsführer, dessen Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen ist.

Für Niedermeier spricht – natürlich – die Erfahrung. 148 Bundesliga-Spiele hat er für den VfB Stuttgart bestritten, neben 33 gelben Karten und drei Platzverweisen stehen auch zwölf Tore und sieben Assists in der Leistungsbilanz. Ausgebildet wurde Niedermeier beim FC Bayern, 2009 kam er zunächst auf Leihbasis zum VfB, ehe ihn die Stuttgarter im Sommer 2010 unter Trainer Christian Gross für 3,5 Millionen Euro fest verpflichteten. Seitdem hat Niedermeier acht Trainer erlebt. Unter Alexander Zorniger war er aussortiert, Jürgen Kramny holte ihn zurück. Trotz größtenteils ordentlicher Leistungen im Abstiegskampf reichte es am Ende nicht zum Klassenerhalt. Blauäugig dürfte Niedermeier also kaum an die Herausforderung 1860 herangehen.

Gegen Niedermeier sprechen die Perspektive und das fehlende Entwicklungspotenzial. Ob er der Mannschaft mehr als eine Saison lang helfen könnte, lässt sich nicht vorhersagen. Mit Olic (36), Mauersberger (31), Matmour (31) und Liendl (30) hatten vier 1860-Feldspieler der Startelf gegen den Karlsruher SC die 30er-Grenze bereits überschritten. Nachvollziehbar, dass die blauen Verantwortlichen lieber einen 23- oder 24-Jährigen dazuholen würden, als die Ü30 zu verstärken, zumal Niedermeier sicher nicht zu den Geringverdienern zählen würde.

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Möglich ist freilich auch, dass in dieser Transferperiode gar kein neuer Spieler mehr kommt und Trainer Kosta Runjaic bis zum Winter dem Duo Mauersberger/Milos Degenek vertraut. Talent Felix Uduokhai ist mit seinen knapp 19 Jahren der Mann der Zukunft, als Nothelfer steht der Brasilianer Rodnei (30) parat, dem die Löwen bei einem Wechselwunsch indes keine Steine in den Weg legen würden. In acht Tagen dürften wir schlauer sein. Am 31. August schließt das Transferfenster.

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