Sportchef Eichin will nicht über Runjaic reden - das Aus? 

1860-Trainer nach Remis: „Kleiner Schritt nach vorne“

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1860-Trainer Kosta Runjaic (r.) und sein Team nach dem Unentschieden gegen Kaiserslautern.

München - Erstmals in dieser Saison spielt der TSV 1860 zuhause unentschieden. Gegen Kaiserslautern reichte es für die Löwen nur zu einem 1:1. Die Stimmen zum Spiel.

Ein „kleiner Schritt nach vorne“ sei dieses 1:1 gegen Lautern gewesen, fand Kosta Runjaic. Man dürfe nicht vergessen, dass mal wieder eine völlig neue Abwehrkette gespielt habe. Fragt sich halt nur, warum diese Abwehrkette ohne ihren eigentlichen Chef Jan Mauersberger aufgelaufen war. Der Vizekapitän musste von der Bank aus zusehen, wie sich Milos Degenek und Felix Uduokhai beim langen Ball von Christoph Moritz in der 44. Minute unglücklich anstellten – Zoltan Stieber nutzte die Lücke zum 1:1.

Keine Frage, Lautern war dem Sieg in der zweiten Halbzeit näher als die Löwen. „Wir waren die bessere Mannschaft“, sagte Daniel Halfar. Und FCK-Trainer Tayfun Korkut ergänzte: „Wir können mit dem Punkt leben.“ Ob das auch Kollege Runjaic kann, werden die nächsten Tage zeigen. Warum er beispielsweise den lange verletzten Stefan Aigner trotz sichtlicher Defizite 70 Minuten lang auf dem Platz gelassen hatte, verstand wohl nicht mal Aigner selbst. „Man hat gesehen, dass ich zehn Wochen außer Gefecht war“, sagte der Kapitän. „Ich lebe von meiner Dynamik, von meiner Spitzigkeit – das ist mit zunehmender Spielzeit natürlich weniger geworden.“ War für Runjaic spreche, war die letzte Frage an Aigner an diesem Abend. Antwort: „Es ist immer einfach, dem Trainer die Schuld zu geben. Ich glaube schon, dass man gesehen hat, das die Laufbereitschaft und der Wille da waren.“ Viel mehr allerdings nicht...

Wir haben die Stimmen zum Spiel für Sie zusammengefasst:

Kosta Runjaic (Trainer des TSV 1860 München): „Das Spiel war sehr taktisch geprägt, keiner wollte einen Fehler machen. Letztendlich war es für uns ein kleiner Schritt nach vorne.“

Thomas Eichin (Sportchef des TSV 1860 München): „Ich weiß nicht genau, ob ich heute mit dem Punkt zufrieden bin. In unserer Situation müssen wir zuhause eigentlich drei Punkte holen. Ich hoffe, dass wir uns jetzt Step by Step steigern, um die nötigen Punkte zu machen - das müssen wir auch. Sie wissen ja, in einer solchen Situation, in der wir uns befinden, werde ich nicht über den Trainer reden.“

Stefan Aigner (TSV 1860 München): "Für mich war wichtig, dass das Knie hält. Ich hatte zwei, drei unglückliche Situationen. Ich brauche für mein Spiel die Spritzigkeit, und die ist eben noch nicht wieder da. Man braucht aber auch nicht drum herum reden, dass spielerisch nicht alles so war, wie wir es uns vorstellen. Immerhin haben wir wieder einen Punkt mehr auf dem Konto."

„Es ist immer einfach, dem Trainer die Schuld zu geben. Ich glaube schon, dass man gesehen hat, das die Laufbereitschaft und der Wille da waren.“

Ivica Olic (TSV 1860 München): „Leider haben wir nur einen Punkt geholt. Aber das ist besser als gar nichts. Ich muss das 2:0 machen. Das 1:1 vor der Halbzeit war natürlich ein Rückschlag für uns.“

Marco Kurz (von März 2007 bis Februar 2009 Trainer des TSV 1860): „1860 stand heute enorm unter Druck. Deswegen war es auch nicht einfach für sie zu gewinnen. Man muss jetzt kleine Schritte machen, um da unten rauszukommen. Der Anspruch ist natürlich ein anderer.“

Tayfun Korkut (Trainer des 1. FC Kaiserslautern): „Wenn man den Spielverlauf nochmal betrachtet, hatten wir am Anfang Glück, dass wir nicht mit 2:0 in Rückstand geraten sind. Aber in Halbzeit zwei waren wir sehr dominant. Vielleicht ist ein Unentschieden zu wenig.“

1860-Remis gegen FCK - zwei Löwen bekommen Note 5

Das Spiel des TSV 1860 gegen den 1. FC Kaiserslautern im Ticker zum Nachlesen.

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sk/SID/dpa

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