1860 im DFB-Pokal gefordert

Runjaic hofft auf Wende durch „Erfolgserlebnis“ in Würzburg

München - Nach der jüngsten Pleitenserie geht es für 1860-Coach Runjaic in jedem Spiel auch um den Job. In der zweiten Pokalrunde bei den Würzburger Kickers muss er wieder mal seine Aufstellung ändern.

Update vom 24. Oktober 2016: Wie sicher sitzt Kosta Runjaic auf dem Trainer-Stuhl? Kommt demnächst ein neuer Coach? Wir checken alle Gerüchte zu einem möglichen neuen Trainer beim TSV 1860 München.

Von der aktuellen Ruhe und Gelassenheit rund um seinen Trainerkollegen Bernd Hollerbach kann 1860-Coach Kosta Runjaic derzeit nur träumen. Während nämlich Hollerbachs Würzburger Kickers einen unerwarteten Höhenflug in der 2. Bundesliga hinlegen, steht der Münchner vor der Zweitrundenpartie im DFB-Pokal am Dienstag (18.30 Uhr im Live-Ticker) in Unterfranken schon extrem unter Druck. Kassieren die „Löwen“ am Dallenberg die fünfte Pflichtspielniederlage in Serie, könnte Runjaic seinen Trainerjob beim Krisenklub los sein.

Vor der Abreise nach Würzburg richtete er bereits einen Appell an seine Schützlinge. „Ich hoffe, dass die Flutlichter in Würzburg genauso brennen wie meine Spieler“, sagte er. Beim Gastspiel in Würzburg in der Liga hatte der TSV Anfang Oktober noch mit 0:2 verloren. „Wir wollen das als Team wiedergutmachen“, sagte Runjaic.

„Wir wollen mit einem Erfolgserlebnis die Wende hinbekommen“

Die Sechziger haben nach der jüngsten Talfahrt in der Liga bis auf den viertletzten Tabellenplatz einiges wiedergutzumachen. Und da zählt jede Partie, meint Runjaic. „Wir wollen mit einem Spiel, mit einem Erfolgserlebnis die Wende hinbekommen“, sagte er am Montag. Das gehe nur mit unbändigem Einsatz. „Wer den Kampf von der ersten Sekunde an nicht annimmt, wird auf jeden Fall verlieren.“

Personell müssen die von etlichen Verletzungen gebeutelten „Löwen“ wieder umstellen. Der gerade erst genesene Rodnei fehlt wegen „muskulärer Probleme“, wie Runjaic mitteilte. Dafür meldete sich Milos Degenek wieder fit, der zuletzt vier Partien wegen einer Innenbandverletzung im Knie verpasst hatte. Auch Felix Uduokhai könnte ein Abwehr-Kandidat für den Kader sein, sagte der Coach, der die Personalsituation daher als „leicht verbessert“ beschrieb.

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Den Gastgebern sind solche Sorgen derzeit fremd, die Hollerbach-Elf ist das Überraschungsteam der 2. Liga und trotz des jüngsten 0:2 gegen den Karlsruher SC weiter nur zwei Punkte entfernt von der Aufstiegszone. Der Trainer bemüht sich, die Erwartungen an sein Team zu dämpfen. „Die größten Fehler werden immer im Erfolg gemacht, da muss man höllisch aufpassen“, sagte er dem Kicker (Montag).

Die Münchner bezeichnete Hollerbach trotz deren aktueller Formkrise als „Top-Mannschaft“ mit guten Einzelspielern. Dass auch die Kickers nach der Heimniederlage gegen den KSC laut Hollerbach etwas wiedergutzumachen haben, lässt auf einen intensiven Schlagabtausch hoffen. Es geht schließlich auch um viel Geld: Der Achtelfinal-Einzug bringt fixe Zusatzeinnahmen von 630.000 Euro mit sich.

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dpa

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