Neuer 1860-Fan

Aigner verrät: Mein Sohn Felix ist schon ein Löwe

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Daumen hoch für die Löwen-Fans in der Nordkurve: Heimkehrer Stefan Aigner nach dem 2:1 gegen den KSC.

München - Erst wenige Monate ist der Sohn von Stefan Aigner auf dieser Erde - doch sofort war klar: der kleine Felix wird ein Blauer. Opa Helmut meldete ihn direkt nach der Geburt beim TSV 1860 an.

20.000 Vereinsmitglieder – diese Marke hat sich Löwen-Präsident Peter Cassalette für die laufende Saison zum Ziel gesetzt. Stefan Aigner (29) hat seinen Teil dazu bereits beigetragen: Sohnemann Felix, geboren am 29. Februar 2016, ist seit seiner Ankunft auf dem Planeten ein Blauer. „Mein Papa Helmut hat ihn direkt als Mitglied bei Sechzig angemeldet“, sagte Aigner am Mittwoch im Gespräch mit der tz. Als Einstandsgeschenk gab’s neben der Mitgliedskarte (Nr. 100086698) einen Fanschal und zwei Schnuller. Einen für daheim und einen für auswärts quasi.

Am Samstag um 13 Uhr ist der Auswärtsdiezl dran. Beim Karlsruher SC erwartet die Löwen gleich in zweierlei Hinsicht ein heißer Tanz. Auf über 33 Grad soll das Thermometer im Badischen steigen, dazu kommt ein Gegner, der nach dem jüngsten Last-Minute-K.o. im DFB-Pokal mit der Extraportion Motivation auflaufen wird. „Die Karlsruher werden die Niederlage vom letzten Samstag jetzt in ihrem Stadion wettmachen wollen“, sagt Aigner. „Ich gehe davon aus, dass sie das Spiel gründlich analysiert haben mit all unseren Stärken und Schwächen. Aber wir wissen auch, wie knapp es im DFB-Pokal war. Es hätte genauso gut andersrum ausgehen können. Wer den größeren Willen hat, der wird am Samstag gewinnen.“

Ein Sieg (oder zumindest ein Punkt), und die Löwen könnten in der anstehenden Länderspielpause beruhigt auf die Tabelle schauen. Weiter geht’s erst am 12. September beim 1. FC Nürnberg. Zwei Wochen, in denen Ruhe nicht schaden würde, um die aktive Spielweise von Trainer Kosta Runjaic weiter zu verinnerlichen. Als Zuckerl für eine gute Leistung samt passendem Ergebnis stellte der Coach am Mittwoch eine noch nicht genau umrissene Zusatzfreizeit in Aussicht. „Wir müssen uns deutlich steigern, um die Siege souveräner einzufahren“, weiß Aigner. Von der Spielstärke seiner neuen Mannschaft ist der Rückkehrer überzeugt. „Wir haben viele gute Fußballer in unseren Reihen“, sagt der Angreifer. „Und die Transfers haben mir gezeigt dass es ein Ziel gibt.“

Bilder: Die Trainer des TSV 1860 seit 1992

Aigner hat einen Vierjahresvertrag bei 1860 unterschrieben. Der Aufstieg ist sein erklärtes Ziel. „Je früher, desto schöner“, sagt er. „Aber – auch wenns eine Phrase ist – wir sind gut beraten, von Spiel zu Spiel zu denken. Die Liga ist so extrem ausgeglichen wie selten zuvor. Du kannst jeden schlagen aber genauso gut gegen jeden verlieren.“

Den kleinen Felix juckt das mit seinen sechs Monaten noch nicht. Und der Papa freut sich über den neuen Fixstern in seinem Leben. „Der Fußball ist wichtig“, sagt Aigner. „Aber ein Kind zeigt dir, dass es auch noch andere und wichtigere Dinge gibt im Leben.“

Übrigens: Ein ganzes Interview mit Stefan Aigner gibt es am Donnerstag im Münchner Merkur und natürlich auch auf tz.de und merkur.de zu lesen.

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