90 Minuten ackern

Vor Würzburg: Bangen um Olic  

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Noch angeschlagen: Stürmer Ivica Olic.

München – Keine leichte Aufgabe, die die Löwen kurz vor der Länderspielpause erwartet - zumal der erfahrene Stürmer Ivica Olic weiterhin angeschlagen ist. 

Kosta Runjaic ist zuletzt häufig nach Bernd Hollerbach gefragt worden – und diese Frage hat er vor dem Wiedersehen am Sonntag lieber beantwortet als andere. Der Trainer-Teufelskerl von Kickers Würzburg sei „ein guter Freund“, betonte der 1860-Coach. Gemeinsam hätten sie 2005 die Schulbank bei der Ausbildung zum Fußballlehrer gedrückt. „Wir kennen uns gut“, sagte Runjaic: „Und wir schätzen uns auch.“

Runaic imponiert es, was der Klassenkamerad in Würzburg auf die Beine gestellt hat. „Bernd hat da sehr gute Arbeit geleistet“, schwärmt er: „Er hat richtig etwas aufgebaut. Seine Mannschaften zeichnet ein sehr diszipliniertes, laufintensives Spiel aus. Sie spielen aggressiv gegen den Ball, sind auffällig fit. Es ist ein Team, das 90 Minuten ackert und rackert – bis der Schiedsrichter abpfeift.“

Keine leichte Aufgabe also, die die Löwen kurz vor der Länderspielpause erwartet. Voriges Wochenende, im Heimspiel gegen Hannover, waren eher spielerische Qualitäten gefragt – was nicht gut ausging für die Runjaic-Elf (0:2). Am Sonntag, ahnt Sportchef Thomas Eichin, ist ein komplett gegensätzliches Spiel zu erwarten. „Hannover ist vom Budget und vom Kader her eine Erstligatruppe. Das hat man phasenweise gemerkt. Mit Würzburg treffen wir jetzt auf eine Mannschaft, die dieses Understatement-Image genießt – und uns mit Vorliebe in die Favoritenrolle drückt.“ Seine Einschätzung: „Wir müssen uns warm anziehen und eine ganz andere Leistung aufs Feld bringen als gegen Hannover.“

Olic weiter fraglich

Bitter für die Löwen: Ivica Olic, der erfahrene Stürmer, ist weiterhin angeschlagen. Dabei wäre gerade ein Mann mit dem Kampfgeist wie der Kroate ein großer Trumpf im Duell mit dem frechen fränkischen Widersacher.

Runjaic weiß, dass nicht nur der ambitionierte Investor Hasan Ismaik einen Sieg erwartet. „Momentan ist Würzburg der Champions League drei Punkte näher als wir“, scherzt er.

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