Personalrolette bei 1860

Veh-Entscheidung bis Sonntag, Alternative Hecking - Ex-Löwe als Sportdirektor?

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Erfolg, der verbindet: Ihre gemeinsame Zeit beim VfB Stuttgart krönten Trainer Veh (r.) und Sportchef Heldt (l.) mit dem Meistertitel 2007. Gibt’s ein Wiedersehen bei 1860?

München - Armin Veh soll nach dem Willen von Hasan Ismaik neuer Trainer des TSV 1860 werden. Einen Ersatzkandidaten gibt es schon. Es besteht auch Kontakt zu einem Ex-Löwen.

Der Präsident war auch am Freitag nicht zu erreichen. Fragen hätte es einige gegeben an Peter Cassalette nach dem erneuten Rundumschlag von Hasan Ismaik via Facebook am Donnerstagabend. Zum Beispiel, ob man den „Leuten im Verein, die Korruption und Plünderung unterstützen“ (Ismaik) schon auf die Schliche gekommen sei. Ein schwerer Vorwurf, allerdings nennt er keine Namen. Ismaik will selbst, so schrieb er „mit allen Mitteln dagegen vorgehen“. Um „alle Machenschaften in diesem großartigen Verein aufzudecken“. Der TSV 1860 sei „zum Spielball dunkler Interessen“ geworden. Diffuse Verschwörungstheorien, zu denen auch die Angriffe gegenüber den Medien gehören. „Unverschämt“ und „verlogen“ sei die Berichterstattung, schrieb Ismaik und sprach von einer „Lügenkampagne“.

Immerhin. An den eigentlich wichtigen Aufgaben wird auch gearbeitet. Da wäre an allererster Stelle die Trainerfrage. Und der Mann, der die Nachfolge von Kosta Runjaic antreten soll, heißt Armin Veh. Bis zum Sonntag habe der 55-Jährige Bedenkzeit erhalten, sich zu entscheiden, erfuhr die tz.

Veh ist ja schon länger im Gespräch. Vor einem Monat sollte er schon installiert werden, aber dann gewann 1860 mit 6:2 gegen Aue und es ging weiter mit Runjaic.

Sagt Veh ab, soll Hecking kommen - Kontakt zu Heldt

Veh, der den VfB Stuttgart 2007 zur Meisterschaft führte, war vor 21 Jahren schon mal für den TSV 1860 tätig. Als Hospitant von Werner Lorant im Sommertrainingslager in Bad Gögging. Veh soll ein siebenstelliges Jahresgehalt und eine sechsstellige Aufstiegprämie für einen Vertrag bis 2018 angeboten worden sein. Sollte er absagen, hat Ismaik Dieter Hecking im Visier.

1860-Präsident Peter Cassalette (l.) und Investor Hasan Ismaik.

Ebenfalls wieder kontaktiert wurde Horst Held, der als neuer Sportdirektor auf der Wunschliste steht. Der ehemalige Löwenspieler (1995 bis 1999) war schon im vergangenen Sommer zu Gesprächen in London, an denen neben Ismaiks Bruder Abdelrahmann, Spielerberater Kia Joorabchian, Ian Ayre, Noch-Geschäftsführer des FC Liverpool und bald beim TSV 1860 sowie etliche andere Berater, u. a. Pini Zahavi, teilnahmen. Vom TSV 1860 sei niemand dabei gewesen, wie der in England gut vernetzte Journalist Ronald Reng auf Facebook schrieb. Heldt habe damals abgesagt, weil ihm nicht die Garantie gegeben worden sei, die Mannschaft allein zusammenzustellen zu dürfen. Ob er seine Meinung nach den Ereignissen der vergangenen Tage geändert hat?

cm, lk 

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