Liendl, Bülow und Busch raus

Runjaic streicht drei Profis: So könnte 1860 gegen Stuttgart spielen

München - Welchen Spielern schenkt Trainer Kosta Runjaic am Freitag beim Gastspiel in Stuttgart das Vertrauen? Wir wagen eine Prognose: So könnte der TSV 1860 auflaufen.

Von der Startelf auf die Couch. Dieses Schicksal ereilt Marnon Busch, Kai Bülow - und ein wenig überraschend Stratege Michael Liendl beim Spiel der Löwen gegen den VfB Stuttgart am Freitag.

So in Rage und so emotional hatte man Cheftrainer Kosta Runjaic im Pressestüberl an der Grünwalder Straße noch nicht erlebt. In seinem 37-minütigen Plädoyer fand er deutliche Worte und kündigte nachdrücklich an, am Freitag gegen den VfB Stuttgart eine veränderte Löwen-Elf auf den Platz zu schicken.

Bereits am Donnerstagnachmittag folgten der Ankündigung erste Taten: Busch, Liendl und Bülow flogen aus dem Kader. Zudem wurde bekannt, dass Karim Matmour verletzungsbedingt ausfallen wird.

Bereits zu Beginn der Woche beorderte Runjaic deshalb mit Kilian Jakob und Felix Weber zwei Youngster ins Profi-Training, um den Etablierten Druck zu machen, die sich bei der 1:3-Heimpleite gegen Düsseldorf einmal mehr nicht mit Ruhm bekleckert hatten. 

Doch auf welche Spieler wird Runjaic am Freitag beim Gastspiel in Schwaben setzen? Die, die auf dem Platz stehen werden, sollen sich „verdammt nochmal den Arsch aufreißen“, so der Trainer. Zur Erinnerung, so spielten die Löwen gegen Düsseldorf:

Zimmermann - Busch, Bülow, Mauersberger, Wittek - Perdedaj, Liendl, Adlung - Matmour, Mölders, Karger.

Stuttgart gegen 1860: Wer hütet das Löwen-Tor?

Zwischen den Pfosten gibt es überhaupt keinen Grund, etwas zu ändern. Jan Zimmermann ist die unumstrittenen Nummer eins im Löwen-Tor, zeigt konstant gute Leistungen und hielt seine Mannschaft meist länger im Spiel, als es die Leistung verdient gehabt hätte. Sich weiterhin hinten anstellen müssen Vitus Eicher (U21) und Stefan Ortega.

Stuttgart gegen 1860: Die mögliche Abwehr der Löwen

Das Sorgenkind beim Düsseldorf-Spiel - und davor eigentlich auch schon. Die Löwen-Abwehr war in der ersten Hälfte gegen die Fortuna löchriger als jeder Schweizer Käse.

Marnon Busch und Kai Bülow flogen jetzt aus dem Kader, dazu kommen die verletzten Degenek, Boenisch und Stojkovic.

Bereits sicher neu in der Startelf steht Rodnei, der für Bülow nach der Pause in der Innenverteidigung auflief und seine Sache sehr ordentlich machte. Jan Mauersberger wird als Ersatz-Kapitän ebenso in der Startelf bleiben wie Maximilian Wittek, an dem mangels Alternative hinten links kein Weg vorbei führt. Oder doch? Kilian Jakob könnte den ebenfalls schwächelnden Außenverteidiger schon in Stuttgart ersetzen. Aber das ist eher unwahrscheinlich.

Die Frage ist nun: Wer darf auf der rechten Verteidigerposition ran? Zwei „junge“ Szenarien sind denkbar: Möglicherweise rückt Felix Weber direkt in die Startelf, er hat diese Position bei der U21 bereits gespielt. Oder aber Runjaic zieht Felix Uduokhai aus dem Ärmel. Denkbar auch, dass Daylon Claasen (eigentlich Rechtsaußen) in die Defensive zurückgezogen wird. Oder dass Fanol Perdedaj dorthin zurückkehrt.

Stuttgart gegen 1860: Die mögliche Mittelfeld der Löwen

Stefan Mugosa, Sascha Mölders, Karim Matmour und Jan Mauersberger (v.l.) - wer darf in Stuttgart von Beginn an ran.

Im Vierer-Mittelfeld gegen Düsseldorf überzeugte keiner so richtig, am ehesten aber noch Michael Liendl. Und der ist jetzt raus, genau wie Kollege Matmour. Daniel Adlung musste nach der Halbzeit gleich in der Kabine bleiben. Fanol Perdedaj durfte zwar weiterspielen, war aber ebenfalls schwach. Und der junge Nico Karger konnte bei seinem Startelf-Debüt den Karren auch nicht mehr aus dem Dreck ziehen.

Doch wen stellt Runjaic jetzt auf? Der wieder genesene Romauld Lacazette dürfte im Zentrum starten. An seiner Seite könnte Perdedaj bleiben, um den Außen - die Karger, Andrade, Adlung oder Claasen heißen könnten, den Rücken freizuhalten. Gerade der junge, heißblütige Brasilianer Andrade sorgte bisher als Joker schon für einige Aha-Momente, erzielte zudem in St. Pauli den Ausgleich zum 2:2-Endstand. Sein Einsatz auf links liegt nahe.

Und rechts? Sollte Daylon Claasen nach hinten gezogen werden, so könnte Nico Karger von der linken auf die rechte Seite wandern und so nochmals eine Chance erhalten. Oder Levent Aycicek, der bei den Fans hoch im Kurs steht, erhält seine Chance von Beginn an.

Stuttgart gegen 1860: Wen bieten die Löwen im Sturm auf

Ivica Olic ist noch angeschlagen und wegen der Wett-Affäre gesperrt, und Ribamar wird den Löwen erst im neuen Jahr erstmals zur Verfügung stehen. Somit gibt es nur zwei Kandidaten: Stefan Mugosa und Sascha Mölders. Favorit auf den Startelf-Platz ist aber wohl Mölders, der durch seine Erfahrung und Bulligkeit für die Rolle des Mittelstürmers besser geeignet ist.

So könnte 1860 in Stuttgart beginnen

Zimmermann - Weber, Rodnei, Mauersberger, Wittek (Jakob) - Lacazette - Perdedaj - Andrade, Adlung (Claasen), Aycicek (Karger) - Mölders.

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