"Mir liegt Sechzig München am Herzen"

Lorants Kritik an Poschner und den Smartphones

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Werner Lorant zu Beginn der Saison 2014/15 in der Allianz Arena.

München - Werner Lorant meldet sich mal wieder zu seinem Herzensklub, dem TSV 1860 München, zu Wort. Diesmal im Zentrum der Kritik: Sportchef Gerhard Poschner. Zudem äußert der Kulttrainer sein Unverständnis über Smartphones.

Update vom 23. Mai 2015: Der TSV 1860 München muss weiter zittern im Drama um den Abstiegskampf. Und deswegen geht es am letzten Spieltag in der 2. Bundesliga nochmal um alles für die Blauen. Wo das Spiel im TV, im Stream und im Ticker übertragen wird, haben wir für Sie zusammengefasst.

In der Anhängerschaft der Münchner Löwen besitzt Werner "Beinhart" Lorant immer noch eine beachtliche Anzahl an treuen Fans und Befürwortern. Nicht wenige sahen in ihm den idealen Trainer, den Retter für den Abstiegskampf, in dem sich der TSV 1860 München vor dem letzten Spieltag in Karlsruhe (alle Informationen im Vorfeld der Partie in unserem Ticker) immer noch befindet.

Zum Leidwesen der Lorant-Anhänger übernahm im Februar jedoch der bisherige Coach der Amateure, Torsten Fröhling, das Ruder und konnte mit seiner unaufgeregten Art für Ruhe und Kontinuität auf der Trainerposition beim TSV 1860 München sorgen. Und Lorant versucht derweil, den TSV Waging am See als Feuerwehrmann vor dem Abstieg aus der Bezirksliga zu retten.

Doch Werner Lorant wäre nicht Werner Lorant, wenn er zu seinen Löwen ("Mir liegt Sechzig München am Herzen") nicht immer einen flotten Spruch auf den Lippen hätte. Sein aktueller Stein des Anstoßes: die Transferpolitik von Sportchef Gerhard Poschner. Bei kicker.tv sagte Lorant: "Wenn ich den Kader so zusammenstelle und dann noch im Winter drei Spieler hole und keiner spielt, dann weiß ich nicht, was er (Gerhard Poschner Anm. d. Red.) da gemacht hat."

Zu überzeugen weiß Lorants Kritik, vor allem in Bezug auf die Wintertransfers, allerdings nicht so wirklich. Von den drei Neuzugängen Simon, Bandowksi und Annan entpuppte sich lediglich letztgenannter als ziemlicher Fehleinkauf. Der Ungar Krisztian absolvierte zwar erst sieben Partien in der Rückrunde, wurde allerdings auch durch einen Innenband-Teilabriss im Knie gestoppt. Trotzdem konnte der offensive Flügelspieler in den bisherigen Partien sein Potential durchaus andeuten und erzielte beim 3:0-Auswärtssieg in Fürth das wichtige 1:0. Auch Yannick Bandowski, als Leihgabe von Borussia Dortmunds Amateuren mit wenigen Erwartungen nach München gekommen, entwickelte sich alles andere als zum Bankdrücker und ist mit 13 Einsätzen und zwei Toren eine der wenigen Konstanten der Rückrunde.

Und einmal ein wenig in Rage äußerte Lorant noch sein Unverständnis über die aktuelle Spielergeneration. Vor allem Smartphones scheinen dem 66-Jährigen nicht all zu gut zu gefallen. "Die Dinger gehören aus. In der Kabine gibt's sowas nicht. Alles aus." 

Ja der Werner, der gehört halt noch zum alten Eisen.

ep

Alle Löwen-Trainer seit Werner Lorant

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