Von 1860 abgelehnt

Was wurde eigentlich aus Adel Taarabt?

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Auffällig: Adel Taarabt im Juli beim Trainingslager des TSV 1860 München in Bad Waltersdorf

Marseille - Der Wechsel von Adel Taarabt zum TSV 1860 platzte einst in letzter Sekunde. Jetzt bringt sich der Spieler bei einem weiteren Klub selbst ins Gespräch.

Zwischen dem TSV 1860 und Adel Taarabt wäre es beinahe zu einer Zusammenarbeit gekommen: Der 27-jährige Marokkaner weilte Anfang Juli im Trainingslager der Löwen in Bad Waltersdorf und stand schon unmittelbar vor einem Engagement bei den Sechzgern. Dann aber entschied sich der Klub gegen den Transfer des exzentrischen Mittelfeldspielers. 

Jetzt macht Adel Taarabt wieder auf sich aufmerksam - und das in gewohnt offensiver Manier: Gegenüber der französischen Zeitschrift France Football brachte sich der offensive Mittelfeldspieler selbst beim französischen Erstligisten Olympique Marseille ins Gespräch. "Es ist die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, wo meine Eltern leben. Es wäre schön, nach Hause zu meiner Familie zu kommen. Für mich wäre es der perfekte Klub. Mit der Erfahrung, die ich habe, weiß ich, was ein Klub wie Marseille von mir erwarten würde", erklärte Taarabt.
Olympique Marseille selbst hat wohl bis zum Interview noch nichts von seinem Glück gewusst und sich bisher auch nicht zur Personalie Taarabt geäußert. 

Aigner hatte mehr "Bock" auf 60

Dass Taarabt nicht sehr auf Understatement steht, bewies er schon damals im 1860-Trainingslager. Mit golden verzierter Trainingsjacke lümmelte der Ex-Milan-Spieler damals auf der Hotel-Couch und ließ sich von der Presse ablichten. Zum Missfallen der Löwen.

Rückblickend sagte TSV-Sportchef Thomas Eichin im August: "Die Jacke wäre okay gewesen, wenn er richtig Bock gehabt hätte. Aber du hast auch gemerkt: Das passt einfach nicht. Und das war auch gut so. Für das Geld haben wir lieber den Aigner geholt."

Seitdem sucht Taarabt, der aktuell bei der B-Elf von Benfica Lissabon unter Vertrag steht, nach einem neuen Verein. Und scheut sich nicht davor, ordentlich die Werbetrommel für sich zu rühren.

rs

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