Haarsträubende Fehler in beiden Abwehrreihen

4:2! Haching gewinnt Offensivspektakel gegen Junglöwen

+
Markus Einsiedler (am Ball) traf doppelt für die Gäste aus Unterhaching.

SpVgg Unterhaching - Der Sommerkick zwischen zwei Teams, für die es in der Liga nur noch um einen würdevollen Saisonabschluss und eine gute Platzierung geht, sorgte zwar für angeregte Unterhaltung.

Allerdings waren auch teils haarsträubende Defensivleistungen zu bestaunen, die den offenen Schlagabtausch auf überschaubarem Niveau hielten. Bereits in der Anfangsphase hatte Hachings Torjäger Markus Einsiedler seine Elf zweimal in Führung gebracht (5., 21.), Foti Katidis konnte nur zwischenzeitlich egalisieren (10.). Nachdem Vitalij Lux den Zwei-Tore-Abstand wiederhergestellt (68.), Simon Seferings aber kurz darauf erneut verkürzt hatte (75.), brach die Gelb-Rote Karte für Fabian Hürzeler (78.) den Junglöwen endgültig das Genick. Alexander Piller stellte nur wenig später den Endstand her (80.).

Angesichts der Bedeutungslosigkeit der Partie wollten sich beide Übungsleiter, Hachings Claus Schromm und Marijan Kovacevic, anschließend nicht lange mit Klagen über die defensiven Unzulänglichkeiten aufhalten. Vielmehr jubilierten beide, welch „tolles Spiel für die Zuschauer“ die beiden jungen Mannschaften auf den Platz gezaubert hatten. Schromm, der ehemalige Juniorentrainer des TSV 1860, betonte noch, dass er nun „den Löwen die Daumen drücke für den Ligaerhalt“. Bei seinem eigenen Team, so der 47-Jährige, gehe „die Stimmung in die richtige Richtung“, er selbst habe weiterhin „viel Spaß“ an seiner Aufgabe und wolle mit seiner Elf „in der nächsten Regionalligasaison angreifen“.

Sein Pendant indes erstaunte mit der Ansicht, er „verliere lieber so als einen Punkt zu ermauern“. Bemerkenswert ist dies schon allein insofern, als die Junglöwen unter Kovacevics Vorgänger Daniel Bierofka zuletzt zehn Spiele in Folge ungeschlagen geblieben waren und in diesem Zeitraum nur sieben Gegentore hinnehmen mussten. Der 42-jährige Kovacevic dagegen scheint eher ein Freund des Offensivspektakels zu sein, wie seine bisherigen Ergebnisse belegen (1:3, 4:0, 2:4). Beachtlich, dass der erst 19-jährige Angreifer Felix Bachschmid die Fehler schonungsloser ansprach als sein Trainer: „Drei Tore bekommen wir alleine durch Standards, das darf uns nicht passieren.“ Bleibt zu hoffen, dass die nun von Kovacevic gewonnenen Erkenntnisse tatsächlich positive Auswirkungen auf die nächste Saison haben.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Dreier gegen Hertha: Madars Treffer erlöst Fürstenfeldbruck
Dreier gegen Hertha: Madars Treffer erlöst Fürstenfeldbruck

Kommentare