Kampfstark gegen den Abstieg

Mit acht Mann: Furiose Brucker feiern dritten Dreier in Serie

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Eine von vielen Schrecksekunden: Brucks spielender Sportdirektor Ugur Alkan muss verletzt vom Platz.

SC Fürstenfeldbruck - Gelb-Rot für Yannick Demmer nach 41 Minuten; Rot für Kapitän Julius Ostarhild nach 65 Minuten; verletzungsbedingter Ausfall von Sportdirektor Ugur Alkan nach 82 Minuten; Elfer in der Nachspielzeit – und dennoch lagen sich acht Brucker nach 97 Minuten überglücklich in den Armen.

Durch ein Tor von Ilija Sivonjic (74.) hat die Absteiger-Elf von Trainer Michael Westermair das Heimspiel mit 1:0 gewonnen und nach dem dritten Sieg in Serie erstmals in dieser Saison einen der drei direkten Abstiegsplätze verlassen.

Schiedsrichter Jonathan Schädle (Donauwörth) rückte nach der Pause erstmals ins Rampenlicht, als er Demmer nach einem Allerweltsfoul die Gelbe Karte zeigte. „Schiri, das ist lächerlich“, entfuhr es dem vorlauten Sünder. Der Referee verstand nach zwei Ermahnungen keinen Spaß, zückte Rot als Zugabe und schickte den Blondschopf zum Duschen. „Yannick hat uns damit einen Bärendienst erwiesen“, ärgerte sich Westermair über die Disziplinlosigkeit.

Auf der Gegenseite tobte sich Herakles-Multi Athanasios Mentis aus. Der in Puchheim lebende Präsident, Trainer und Vereinswirt der Münchner Griechen-Elf haderte mit Schädle, als der Schiri eine torreife Szene abpfiff und nach einem Foul von Ostarhild zurückpfiff. Dabei verlegte der Referee den Freistoß auch noch knapp an die Strafraumgrenze. Brucks Kapitän durfte ebenfalls vorzeitig zum Duschen.

Mit neun Spielern stemmte sich die junge SCF-Elf gegen den griechischen Sturmlauf, bis der aus Günzlhofen gekommene Sivonjic seine kleine Champions-League-Erfahrung (bei Dinamo Zagrab) auspackte. Schlitzohrig und clever narrte der Kroate – sein letzter Wert auf transfermarkt.de im März 2014 lag bei 300 000 Euro – nach einem weiten Abschlag von Keeper Maximilian Knobling zwei Gegenspieler und schob den Ball zum Entsetzen von Mentis ins Tor. Fast wäre Sivonjic danach auf ähnliche Weise auch noch das 2:0 gelungen, obwohl die Brucker zu diesem Zeitpunkt nur noch zu acht auf dem Platz standen. Ugur musste verletzt runter, das Wechselkontingent hatte der SCF erschöpft.

Hatte sich der Referee bis dahin bereits den Zorn der Brucker Anhänger zugezogen, so schien das Fass überzulaufen, als er in der 93. Minute gegen Bruck einen Strafstoß pfiff. Doch auch die letzte Großchance konnte Herakles nicht nutzen. Ivan Smetanin jagte den Ball in den Abendhimmel.

Text: Dieter Metzler

Quelle: fussball-vorort.de

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