Pullachs baut auf loyale Nummer zwei

Altstadt will weiter von Hofmann lernen

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Vielfältig beschäftigt: Nach 90 Minuten im SVP-Tor trägt Carsten Altstadt noch einhändig einen Sitzbank weg.

SV Pullach - Carsten Altstadt hatte wirklich mächtig zu tun. Nach dem 1:1 im letzten Bayernliga-Saisonspiel seines SV Pullach gegen den SV Heimstetten (wir berichteten) musste er auch noch eine Sitzbank vom Spielfeld tragen.

Der groß gewachsene Vollbartträger im grünen Torwarttrikot bewältigte diese Aufgabe aber so souverän wie die während der 90 Minuten zuvor, diesmal sogar mit nur einer Hand. Im Duell mit den Stürmern des SV Heimstetten hatte das nicht immer gereicht. Da musste er schon beide Arme gebrauchen, und Orhan Akkurt auch mal seinen kräftigen Körper entgegenwerfen. „Da hat er gut gehalten“, lobte sogar der SVH-Torjäger und ehemalige Pullacher.

Komplimente gab es nach dem 1:1 für den etatmäßigen Pullacher Ersatzkeeper, der den bei einem Torwartcamp beschäftigten Ex-Profi Michael Hofmann ersetzte, auch von den Mitspielern. „Super gehalten“, gratulierten Andreas Roth und Marco Gröschel auf dem Weg in die Kabine.

Altstadt selbst freute sich nicht nur wegen der netten Worte über seinen dritten Saisoneinsatz: „Schön, dass die Konstellation so war. Es hat Riesenspaß gemacht.“

In der neuen Saison wird sich der 24-Jährige wieder brav hinter Hofmann einreihen, auch zum eigenen Nutzen, glaubt er: „Der Michi hat so viele Bundesligaspiele gemacht. Natürlich kann man da viel lernen, von der Einstellung und der Persönlichkeit.“ Altstadt hat kein Problem mit der Rolle als loyale Nummer zwei: „Ich bleibe. Ich habe immer versucht, da zu sein, wenn ich gebraucht wurde. Das ist bis jetzt ganz gut gelungen.“

Ein anderer Hauptdarsteller des Saisonfinales wird ebenfalls weiter an der Gistlstraße kicken: „Das bin ich dem Verein und den Jungs schuldig. Ich bin so gut aufgenommen worden“, sagte Tim Sulmer, der das 1:1 vorbereitete und in den Schlusssekunden das 2:1 selbst auf dem Fuß hatte. Das hochbegabte 19–jährige Stürmer hatte wegen einer Verletzung in den vergangenen Wochen zudem keine Gelegenheit, sich anzubieten. Und es gibt einen weiteren, zwingenden Grund, warum er dem SVP erhalten bleibt: „Ich habe noch ein Jahr Vertrag, und der Theo lässt mich gar nicht weg.“

Schließlich hat Manager Theo Liedl, auch wenn die Regionalliga-Pläne für die nähere Zukunft ad acta gelegt sind, wieder einiges vor, wie er verrät: „Ein paar Leute werden gehen, aber ich bin sicher, dass wir eine ordentliche Truppe zusammenbekommen.“ Die Personalplanungen waren bei der Grillparty nach dem Heimstetten-Spiel für Trainer Frank Schmöller, der sich „unabhängig davon, wer geht, einen schnellen Mann über die rechte Außenseite und einen schnellen Stürmer“ wünscht, allerdings nicht wirklich ein Thema: „Nun soll es uns einmal vergönnt sein, nicht über die nächste Saison zu reden, sondern mit Stolz zurückzuschauen.“

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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