Endlich Kontinuität

Auch Einsiedler bleibt Haching treu

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Bleibt im Sportpark: Hachings kopfballstarker Torjäger Markus Einsiedler.

SpVgg Unterhaching - Sportlich liegt die Saison auf der Zielgeraden, auch die Qualifikation für den DFB-Pokal ist fast sicher und somit alle Ziele erreicht. Bei der SpVgg Unterhaching sind aber auch personell schon fast alle Baustellen abgearbeitet. Die Mannschaft bleibt wohl komplett zusammen.

„Was die Stammspieler und die Spieler drumherum angeht, gibt es keine Abgänge“, erklärt Präsident Manfred Schwabl, „das war unser Ziel. Wir haben versucht, die Mannschaft zusammenzuhalten, mit der wir in dieser Saison sehr zufrieden waren. Einen Neuaufbau hatten wir ja schon letztes Jahr, das wollten wir vermeiden.“Dass der Klub keine Lizenz für die Dritte Liga beantragt hat und den Spielern damit eine Herausforderung nahm, bezeichnete Schwabl dabei als „Charaktertest. Und ich denke, den haben alle bestanden.“Einer der letzten offenen Fragen war die Zukunft von Stürmer Markus Einsiedler, der letzten Sommer nur für ein Jahr unterschrieben hatte. „Ich habe per Handschlag schon zugesagt, dass ich ein Jahr weitermache“, verriet der 27-Jährige nun, „mir macht das hier wirklich viel Spaß.“ Mit sieben Saisontoren ist Einsiedler aktuell der erfolgreichste Torschütze der SpVgg.Bereits verlängert hatten Kapitän Josef Welzmüller (bis 2019) und Thomas Steinherr (2020), bei anderen wie Torhüter Stefan Marinovic oder Verteidiger Alexander Winkler verlängerten sich die Verträge automatisch durch eine festgelegte Anzahl an Einsätzen. Winter-Neuzugang Vitalij Lux hatte bereits bis 2018 unterschrieben, ebenso ist das Gros der jungen Spieler längerfristig gebunden.Zwei offene Fragen sind nun noch die Zukunft von Stürmer Caleb Clarke, der ebenfalls im Januar gekommen war, und Sascha Bigalke. Letzteren würde man natürlich gerne behalten, der 26-Jährige ist nach seiner Rückkehr nach langer Verletzungspause wieder in bestechender Form. Schwabl ist „gedämpft optimistisch“, dass er bleibt, auch wenn der Ex-Bundesliga-Profi längst wieder Begehrlichkeiten weckt. „Aber er weiß auch, was er an uns hat“, betont Hachings Präsident, „wir sind in Gesprächen.“ Auch mit dem kanadischen Nationalspieler Clarke (bisher sechs Einsätze/kein Tor) wird in Kürze gesprochen.Dass einige Spieler der zweiten Reihe die SpVgg Unterhaching verlassen, ist indes möglich. „Es kann schon den ein oder anderen geben, der es woanders versuchen will, weil er bei uns hinten dran war“, weiß Schwabl. Genug Spielermaterial hat der Verein dennoch, gerade auch, weil junge Akteure aus dem Jugendbereich nachrücken. Am Samstag gegen Nürnberg spielten mit Yanis Marseiler und Tim Schels etwa zwei 17-Jährige auf den beiden Außenverteidiger-Positionen – und das nicht schlecht. „Die Entwicklung unserer jungen Spieler werden wir nicht blockieren, indem wir jetzt Ergänzungsspieler holen und ihnen vor die Nase setzen“, betont der Präsident. Und schmunzelt über das Spiel am Samstag: „Das war auch schon eine kleine Casting-Show für die neue Saison.“ Der aktuelle Stand kann ihn zufriedenstellen: Alle Kandidaten haben die nächste Runde erreicht.

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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