Heimstettner Kaderplanung schreitet voran

Baumgärtner hätte Nappo gern gehalten

+
Sebastiano Nappo (liegend) versucht sich in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga.

SV Heimstetten - Regionalliga sticht Bayernliga: Weil er beim VfR Garching eine Klasse höher spielen kann, wechselt Sebastiano Nappo vom SV Heimstetten über die Isar. Derweil holt der SVH drei neue Spieler.

Erst FC Ismaning, dann SV Heimstetten und jetzt VfR Garching: Sebastiano Nappo hat die drei Klubs in der Reihenfolge abgearbeitet, in der sie die Nase im nördlichen Landkreis vorne hatten. Nach der Regentschaft des FCI war der SVH lange Jahre der höchstklassige Verein der Region – bis jetzt.

Denn während Heimstetten im Aufstiegsrennen der Bayernliga Süd den Kürzeren zog, schaffte der VfR als Meister den Sprung in die Regionalliga – und genau das sei auch der Grund für seinen Wechsel, betont Nappo. „Wenn Heimstetten aufgestiegen wäre, hätte ich den Verein nicht verlassen“, sagt der 20-Jährige, der in Unterhaching ausgebildet wurde, ehe es ihn 2013 nach Ismaning zog.

Nach einem Jahr in der Bayernliga wechselte der Offensivmann in die Regionalliga nach Heimstetten, wo Nappo anfangs Probleme hatte. „In der ersten Saison habe ich mich schwergetan“, sagt er. „Das waren auch noch andere Bedingungen und ein anderer Trainer.“ Im zweiten Jahr jedoch – und eine Liga tiefer – überzeugte der feine Techniker, lief in 30 Spielen auf und erzielte zwölf Tore, darunter fünf direkte Freistöße. „In dieser Saison sind wir eher ein Team gewesen“, findet Sebastiano Nappo, „und wir hatten einen sehr guten Trainer“.

Der heißt Heiko Baumgärtner, der auch nächste Saison gerne auf den 20-Jährigen gesetzt hätte – genauso wie Manager Michael Matejka. Dass Nappo nun ausgerechnet zum Nachbarklub wechsle, „akzeptieren und respektieren wir“, sagt Matejka. Mit Blick auf Nappos Ambitionen fügt der Manager jedoch hinzu: „Ich glaube, dass die Aufmerksamkeit von oben mindestens genauso groß ist, wenn man in der Bayernliga vorne mitspielt und zwanzig Tore macht.“ 

Das sieht der Münchner freilich anders: Er will sich in der vierthöchsten Spielklasse für höhere Aufgaben empfehlen. „Es haben auch andere Regionalligisten bei mir angefragt, und ich habe mit dem Gedanken gespielt, zu einer Zweiten Mannschaft eines Profi-Klubs zu wechseln“, erzählt Nappo. Letztlich habe er sich aber entschieden, in der Region zu bleiben – auch, weil er seine Ausbildung als Außenhandelskaufmann erst abschließen will, bevor er sich auf den Fußball konzentriert. Aktuell befindet er sich im dritten Lehrjahr bei einer Firma aus Garching. „Als dann das Angebot vom VfR kam, war für mich klar, dass ich dorthin gehe“, sagt Nappo.

Durch den Abgang verliert der SVH seinen wohl talentiertesten Spieler. Zugleich vermeldet der Bayernligist drei Neuzugänge. Für die Außenbahn kommt der junge Christos Chasiotis, der zuletzt für die U19 des FC Augsburg gespielt hat. „Er trainiert seit Längerem bei uns mit, und wir wollen ihm eine Chance geben“, sagt Matejka.

Für die Defensive hat sich der Klub die Dienste des Ex-Fürstenfeldbruckers Denis Teschke (20) gesichert, der Sohn von Dirk Teschke, der einst Coach in Unterföhring war und seit knapp einem Jahr als Co-Trainer der U19 beim FC Bayern ist. Dazu wechselt in Alexander Osterried ein gestandener Bayernligaspieler nach Heimstetten: Der 25-Jährige war zuletzt beim 1. FC Sonthofen und ist nun beruflich nach München gezogen.

Demgegenüber stehen beim SVH nunmehr vier Abgänge fest: Neben Nappo sind dies Alexander Heep und Ali Kartal, die zum SV Türkgücü-Ataspor wechseln, sowie Michael Steppan. Der 24-Jährige geht in die Bezirksliga zum TSV Ebersberg, wo sein Bruder Markus spielt und Vater Manfred Steppan Trainer ist.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr

Kommentare