Heimstetten hängt im Tabellenkeller fest

Baumgärtner kündigt personelle Änderungen an

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Clemens Kubina stellte beim SVH-Ausgleich seine Abschlussqualitäten unter Beweis.

SV Heimstetten - Heute Abend tritt der SV Heimstetten beim Landesligisten SB Chiemgau Traunstein an (19 Uhr). Eigentlich hätte die Erstrundenpartie im Toto-Pokal vor sechs Tagen stattfinden sollen, doch dann machte der Dauerregen den Platz unbespielbar.

Schon vor der Absage hatte SVH-Trainer Heiko Baumgärtner beabsichtigt, in Traunstein jenen Spielern eine Chance zu geben, „die bislang nicht so zum Zug gekommen sind“. 

Auch für heute kündigt der Coach eine Rotation an – allerdings sind die Vorzeichen andere als beim ersten Mal. Denn jetzt betont Baumgärtner mit Blick auf das folgende Ligaspiel gegen Kirchanschöring: „Da wird der eine oder andere Platz in der Startelf frei. Die Spieler können sich also im Pokal empfehlen.“

Grund für die Änderungsabsichten des Trainers ist der maue Auftritt des Bayernligisten beim TSV 1865 Dachau gewesen. Dort hat Heimstetten den jüngsten Aufwärtstrend nicht bestätigen können und mit 1:3 verloren. Die Folge: Nach sieben Spieltagen rangiert der Club, der von vielen als Aufstiegskandidat gehandelt wurde, nur auf Tabellenplatz 14 – dem Abstiegsrelegationsrang. „Das ist natürlich enttäuschend“, räumt Baumgärtner ein. „Wir hatten uns in Dachau vorgenommen, erst mal defensiv sicher zu stehen. Doch das ist schon nach zwei Minuten über den Haufen geworfen worden.“

Der Coach meint damit die erste brenzlige Aktion, in der Sebastian Müller die Kugel wegschlagen könnte, sie aber stattdessen versucht zu stoppen. Dabei springt dem SVH-Abwehrmann der Ball zu weit weg, sodass er bei seinem Befreiungsschlag Dachaus Stürmer Christian Doll die Beine wegzieht. „Ein klarer Elfmeter“, bestätigt Baumgärtner, der mit ansehen muss, wie Qendrim Beqiri vom Kreidepunkt keine Nerven zeigt.

In der Folge sei seine Elf besser ins Spiel gekommen, berichtet der Coach. Allerdings dauert es bis zur 43. Minute, ehe Clemens Kubina nach einer Ecke den Ausgleich besorgt. Zuvor sind die Heimstettner gefühlt ein dutzend Mal ins Abseits gerannt, was ihr Trainer unter anderem auf die Trikotfarben zurückführt: „Dachau war schwarz, wir dunkelrot. Das war nur schwer zu unterscheiden.“ In der Pause wechselt der TSV die Hemdfarbe, doch das scheint die SVH-Kicker eher zu irritieren. So dauert es nach dem Wiederanpfiff erneut nur drei Minuten, ehe der Ball im Tor liegt: Diesmal ist es Dachaus Franz Hübl, der eine Ecke aus kurzer Distanz einnickt.

Und es kommt noch schlimmer für die Gäste: Nach 55 Minuten zeigt der Schiedsrichter abermals auf den Punkt. Diesmal jedoch sei der Elfmeter, den Keeper Marijan Krasnic gegen Fabian Negele verursacht, „sehr fraglich“ gewesen, findet Baumgärtner. Qendrim Beqiri ist das freilich egal: Er läuft ein zweites Mal an, zeigt erneut keine Nerven und trifft zum 1:3. Nun geht der SVH volles Risiko und bringt mit Sebastiano Nappo und Hugo Lopes weitere Offensivkräfte. Doch auch mit ihnen reicht es für Heimstetten zu nicht mehr als einem gefährlichen Nappo-Freistoß und einer Situation, „in der wir einen Handelfmeter kriegen können“, findet der Trainer. Und so kassiert seine Elf am Ende die vierte Saisonniederlage im siebten Spiel.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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