Das Dienstagsinterview mit dem neuen Coach

BCF-Coach Peltram: "Die Favoriten sind schlagbar"

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Kommunikation wird groß geschrieben beim neuen BCF-Coach Patrik Peltram

BCF Wolfratshausen - Im Hauptberuf ist Patrick Peltram Standesbeamter. Auch als neuer Fußballtrainer des BCF Wolfratshausen muss er zusammenfügen, was zusammengehört – mit verändertem Personal.

Die ersten Einheiten liegen hinter dem 42-Jährigen. Unser Mitarbeiter Oliver Rabuser unterhielt sich mit Peltram über seine ersten Eindrücke, seine Spielphilosophie und die Gegebenheiten, die er in Farchet vorfindet.

Herr Peltram, wie ordnen Sie Ihr neues Arbeitsfeld nach knapp einer Woche Vorbereitung ein?

Durchweg positiv. Die Jungs haben in den ersten Einheiten sehr gut mitgezogen. Auch das Umfeld ist komplett bei der Sache. Organisatorische Dinge müssen sich natürlich noch einspielen. Aber die Voraussetzungen hier in Wolfratshausen sind wirklich gut.

Ein Blick zurück: Der TSV 1860 Rosenheim – bis zur Winterpause ihr Arbeitgeber – ist über die Relegation in die Regionalliga aufgestiegen. Berührt Sie das emotional?

Für die Burschen freut es mich. Keine Frage. Für mich war der Aufstieg keine große Überraschung, denn das Potenzial war da. Die Diskrepanz zwischen Verein und mir war eben, ob der sofortige Aufstieg der richtige Weg ist. Rosenheim hat eine große Aufgabe vor sich, zumal schon zwei absolute Leistungsträger abgewandert sind.

Die spät geklärte Abstiegsfrage und die inzwischen schon übliche kurze Sommerpause erschweren die zeitnahe Verpflichtung und Integration neuer Spieler. Wirkt sich diese Tatsache störend auf die Vorbereitung aus?

Ich denke nicht. Wir haben ja schon einige Neuzugänge. Und am vergangenen Samstag haben wir eigens eine Einheit für Probespieler gemacht. Wir treffen in diesen Tagen unsere Entscheidungen. Das Thema wird bald erledigt sein, der Kader stehen.

Dennoch drängt die Zeit. Zumal nur wenige Testspiele angesetzt sind, von denen eines bereits der schlechten Witterung zum Opfer fiel.

Die Vorbereitung geht sicherlich in die Punktrunde hinein. Mein Hauptaugenmerk liegt auf dem Training. Daher sind viele Einheiten besser, um neue Spieler mit dem System vertraut zu machen. Es kann allerdings sein, dass wir spontan noch Testspiele einschieben. Wir wollen flexibel sein. Auch was die Positionen auf dem Spielfeld angeht.

Charakterisieren Sie sich und Ihre Vorstellungen vom Fußball doch bitte in einigen Sätzen.

Grundsätzlich bin ich ein Trainertyp, der versucht, Fußball spielen zu lassen. Die eigene Mannschaft soll aktiv sein, nur so lässt sich der Spaß hinzugewinnen. Aber man muss vor allen Eventualitäten gefeit sein. Natürlich habe ich so meine Vorstellungen. Disziplin auf und neben dem Platz ist mir wichtig, Teamgeist ist ein entscheidender Faktor. So handhabe ich das auch im Trainerteam und mit dem Umfeld. Jeder soll seinen Teil zum Ganzen beitragen. An der Seitenlinie möchte ich nur Hilfestellung sein. Die Jungs sollen in Zwangssituationen selbst Entscheidungen treffen können. Immer unter der Prämisse, dass die Mannschaft versucht, meine Vorgaben umzusetzen. Aus den Erfahrungen der vergangenen 20 Jahre denke ich, dass ich ein sehr umgänglicher Mensch bin.

Die Spielplan-Macher haben dem BCF ein kerniges Startprogramm aufgetischt. Wie gehen Sie mit den Knallern zum Auftakt um?

Sicherlich eine schwierige Sache. Aber man kann es sich nicht aussuchen. In dieser Situation stecken doch alle Teams. Neuzugänge müssen integriert werden, keiner weiß so recht, wo er letztlich steht. In dieser Bayernliga – das wissen wir aus dem Vorjahr –  gibt es keine Teams, gegen die du die drei Punkte sicher hast. Auf der anderen Seite sind auch die vermeintlichen Favoriten schlagbar.

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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