Wohnsitz Isar-Loisach-Stadion

BCF-Neuzugänge mit starken Leistungen

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Gutes Debüt: BCF-Neuzugang Sandro Wolfinger (li.) fiel im Testmatch gegen Lenggries durch ein schönes Tor und feine Technik auf.

BCF Wolfratshausen - Mit dem 6:0-Erfolg über den Lenggrieser SC fährt der BCF Wolfratshausen das erste klare Testspiel-Ergebnis ein. Rast- und ruhelos geht es nun auf den Pokal-Wettbewerb zu.

Steuerliche Belange in Sachen Zweitwohnsitz sind nicht zu berücksichtigen. So weit geht das Ganze dann auch wieder nicht. Tatsächlich aber treiben sich Farchets Kicker in diesen Wochen deutlich mehr in den Katakomben und auf den Plätzen des Isar-Loisach-Stadions herum, als dort, wo sie offiziell als wohnhaft gemeldet sind. So ist das eben, wenn man als hochklassiger Amateur-Kicker körperlich für eine kräftezehrende Saison gewappnet sein möchte. Freizeit? Fehlanzeige.

Am Mittwoch wurde pausiert, am kommenden Montag wird das ebenso sein. Dazwischen ist für die BCF-Spieler ein Trainingslager angesetzt, im Zuge dessen Trainer Patrik Peltram nach abgeschlossenem Grundlagentraining allmählich zum Feintuning übergehen möchte. Drei Tage Kräuterstraße mit diversen Einheiten, gemeinsamem Essen, aber auch einem weiteren Match. Wobei Peltram den Vergleich mit der U 19-Truppe der SpVgg Unterhaching (Samstag, 15.30 Uhr) einzig als zusätzliches Training verstanden wissen will.

Um ergebnisorientierten Fußball geht es am kommenden Dienstag im Pokalmatch beim SV Raisting. Der Landesligist wird den BCF mutmaßlich mehr fordern, als es der LSC einen Tag nach seiner härtesten Übungseinheit vermochte. Die 0:6-Schlappe der Isarwinkler bildet den tatsächlichen Hergang insoweit korrekt ab, als Wolfratshausen Lust auf Torabschlüsse hatte und seine Treffer „alle schön herausspielte“, wie Peltram anmerkte. Felix Gellner, Neuzugang aus Beuerberg, eröffnete den Torreigen. In klassischer Knipser-Manier knallte der 21-Jährige das Zuspiel von Chris Korkor in die Maschen – stark gemacht. Luca Faganello besorgte den 2:0-Pausenstand. Die Vorarbeit dazu hatte Chafi Gobitaka geliefert, der entgegen seiner Defensiv-Vergangenheit im zentralen Mittelfeld spielte.

Peltram stellte einige Spieler bewusst auf für sie ungewohnte Positionen, „damit sie sich in manche Situationen besser hineinversetzen können“. Aus der Dreierkette zu Beginn wurde nach sieben Wechseln zur Pause ein 4-1-4-1-System. Gilbert Diep mit einem Doppelschlag, Sandro Wolfinger mit attraktiver Direktabnahme unter die Querlatte sowie ein Kopfballtreffer von Michael Marinkovic vervollständigten die Trefferliste an diesem Abend.

Wolfinger, der Nationalspieler Lichtensteins, fiel mehrfach durch gute Technik und präzise Standards auf. Zwar machte Peltram insgesamt im Team „viele Stockfehler aus“, und auch die „Laufwege haben nicht immer gepasst“. Unterm Strich zog der neue Cheftrainer dennoch ein positives Fazit. „Alle haben gezeigt, dass sie wollen.“ Beste Voraussetzungen für ein erschöpfendes Trainingslager.

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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