Spielmacher schnürt Dreierpack

Bigalke erledigt Illertissen im Alleingang

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Mann des Tages: Dreifach-Torschütze Sascha Bigalke.

SpVgg Unterhaching - Es war schon ein bisschen Frust, was sich beim FV Illertissen bei der Partie vor 1500 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark angestaut hatte.

Als Schiedsrichter Benjamin Cortus zur Halbzeit gepfiffen hatte, stand es bereits 4:0 für die Hachinger. Illertissens Kapitän Lukas Kling drosch den Ball beim Pausengang wutentbrannt als Kerze senkrecht weit nach oben. Die Gäste waren gegen den bis dato ohne Punktverlust gebliebenen Tabellenführer der Regionalliga Bayern innerhalb nur weniger Minuten unter die Räder gekommen.

„Den Spielverlauf haben wir uns anders vorgestellt. Wir sind sehr enttäuscht. Aber es ist natürlich schwierig, beim Top-Favoriten etwas mitzunehmen“, sagte Illertissens Holger Bachthaler nach der Partie. Illertissen hatte nicht den Hauch einer Chance.

Im Gegensatz zum knappen Hachinger 4:3-Pokalsieg am vergangenen Mittwochabend in Illertissen lief diesmal die Hachinger Stammbesetzung auf. Diese schnürte den Gegner von Beginn an in der eigenen Hälfte ein. Nach einer Vorarbeit von Hachings Stürmer Stephan Hain traf ausgerechnet der nur 1,67 Meter große Mitspieler Sascha Bigalke zum 1:0 per Kopf (7.). Bei der zweiten Chance der SpVgg legte Bigalke dem durchgestarteten Thomas Steinherr den Ball per Hacke auf, der zum 2:0 traf (11.). Und auch die dritte Chance der Heimelf, die zuvor einen Konter durch Illertissens Ugur Kiral zu entschärfen hatte (10.), saß. Max Dombrowka flankte vom linken Flügel herein auf Bigalke, der per Volleyschuss zum 3:0 traf (14.). „Wir haben unsere Chancen gut genutzt“, sagte Bigalke, der wenig später nach einer Vorarbeit von Steinherr zum 4:0 traf (33.). Ein wenig erschreckend war, dass die Hachinger einer guten Regionalliga-Mannschaft wie Illertissen bis auf einen weiteren Schuss von Kiral (27.) gar nichts zuließen und den Gegner regelrecht überrollten. Die Mannschaft konnte sogar darüber hinwegsehen, dass die Rot-Blauen vier Mal aus aussichtsreichen Positionen durch Ulrich Taffertshofer (18., 22., 28.) und Maximilian Bauer (45.) einen weiteren Treffer verpassten.

„Wir haben uns für das Spiel, von der ersten Minute an viel vorgenommen. Dass es so schnell ging, kam schon ein bisschen überraschend“, sagte Hachings Maximilian Nicu zum Traumstart. In der zweiten Hälfte blieb Haching dran, überließ dem Gegner nach der komfortablen Führung jedoch mehr Raum. Nach einem ersten Warnschuss von Kiral (52.) konnte sich Hachings Schlussmann Stefan Marinovic drei Mal mit Paraden auszeichnen (62., 69., 75.). Im Vergleich zu den Gästen erwiesen sich die Hachinger vor dem Tor allerdings auch in der zweiten Hälfte als konsequenter. Nach Möglichkeiten durch Bauer (49.), Vitalij Lux (73., 80.) und Hain, der per Kopfball die Latte traf (82.), klingelte es noch einmal im Illertissener Tor. Hachings Top-Torjäger setzte mit seinem zehnten Saisontor den Schlusspunkt zum 5:0 (85.). Mit dem neunten Sieg im neunten Saisonspiel unterstrich die SpVgg gegen Illertissen eindrucksvoll ihre Meisterschaftsambitionen. Für SpVgg-Trainer Claus Schromm war das Torefestival ein gelungener Wochenabschluss mit zwei Erfolgen gegen Illertissen innerhalb nur drei Tagen. „Es war eine spezielle Woche. Der Plan war, beide Spiele gegen Illertissen zu gewinnen. Wir haben den Schwerpunkt auf das Ligaspiel gelegt, weil wir uns auch in der Liga für den DFB-Pokal qualifizieren können“, sagte Schromm, der im Pokalspiel gegen Illertissen noch den Reservisten Spielpraxis ermöglicht hatte.

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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