Hohe Pleite bei BCF-Debüt

Bitterer Einstand für Marco Stier

+
Sicherlich anders vorgetellt hatte sich der neue BCF-Trainer Marco Stier (2.v li.) sein Debüt beim Bayernligisten: Gegen Schwabmünchen setzte es eine 0:5-Schlappe.

BCF Wolfratshausen - Ernüchternde Premiere für Marco Stier auf der BCF-Trainerbank: Nach torloser erster Spielhälfte kam den Farchetern ihre Bayernliga-Tauglichkeit komplett abhanden. Der Einbruch gipfelte in einer 0:5-Niederlage gegen den TSV Schwabmünchen.

Nach zwei Siegen und einem sichtbaren Aufbäumen findet sich die BCF-Mannschaft nunmehr wieder am Tabellenende. Dass Siege nicht zur Massenware mutieren würden, verstand sich trotz des Zwischenhochs. Die Art und Weise der samstäglichen Klatsche wirft allerdings Fragen auf. Stier räumte hinterher „große konditionelle Probleme“ ein. Nur woher so plötzlich? Mit Ausnahme von Onur Misirlioglu fanden sich durch die Bank Spieler in der Startelf, die vor zwei Monaten die Vorbereitung mitmachten und in den ersten Partien bis zum Schluss kämpfen konnten. Die Statik der Partie deutete gleich zweimal nicht auf ein solches Endresultat hin. Schwabmünchen, von Beginn an als besseres Team einzuordnen, würde den Tatsachen nicht gerecht werden.

Es war eine erste Spielhälfte auf Augenhöhe, ohne die ganz großen Aufreger. Der Torabschluss der Gäste war marginal überlegter, doch das 0:0 zur Pause ging absolut in Ordnung. Gregoire Diep hatte bei einem Freistoß die auffälligste Szene der Platzherren. Stier, der von der Seitenlinie immer wieder anfeuerte, war dementsprechend mit der „ersten, und den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit“ zufrieden. Jene Phase nach dem Seitenwechsel hatte dabei spielentscheidenden Charakter. Denn Jona Lehr hätte der Partie in zwei engen Situationen einen anderen Verlauf bescheren können. Zunächst mit einem Schuss aus 20 Metern, der nur knapp am Pfosten vorbei strich. Dann mit einem raffinierten Lupfer, den TSV-Keeper Felix Thiel im Zurücklaufen artistisch über die Querlatte lenkte.

Danach nahm das Unheil seinen Lauf. Felix Kling löste sich im Strafraum entschlossen von seiner Leibgarde und markierte das 0:1. Noch war Farchet im Spiel. Erst nach der Auswechslung von Misirlioglu (Zerrung) verdichtete sich das Malheur. „Es fehlte die Zuordnung“, erläuterte Stier. Die Konsequenz: drei weitere Gegentreffer kurz hintereinander.

Beim BCF zeigten sich Auflösungserscheinungen. Den Schlusspunkt setzte Schwabmünchens Thomas Rudolph mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit. Seine Kicker seien „zur rechten Zeit an der richtigen Stelle „gewesen“, freute sich TSV-Coach Stefan Tutschka. Stier hingegen sprach von einem „bitteren Einstand“ und der nicht zu leugnenden Tatsache, dass „wir noch viel Arbeit vor uns haben“.

Text:Oliver Rabuser

BCF Wolfratshausen – TSV Schwabmün.  0:5 (0:0)

BCF: Pradl – Gobitaka (61. Moll), Misirkioglu (65. Gilbert Diep), Nummer, Brudy, Rödl, Scheck, Korkor, Kaya (80. Müller), Gregoire Diep, Lehr.

Tore: 0:1 (55.) Kling, 0:2 (72.) Renner, 0:3 (73.) Önat, 0:4 (75.) Kling, 0:5 (90+1/FE) Rudolph. – Gelbe Karten: Rödl, Gobitaka, Scheck (alle BCF); Önat (TSV) . – Schiedsrichter: Tobias Schultes (Betzigau). – Zuschauer: 180.

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach

Kommentare