FCP-Stürmer entkräftet Vorwürfe gegen Ex-Profi

Bläser: "Fußball braucht Typen wie Lehmann"

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Ein packendes Duell lieferten sich der FC Bello (li. Benny Lauth) und die Alte Liga des SC Fürstenfeldbruck (r. Marco Bläser)

Es war DER Aufreger beim Gaudi-Match des FC Bello gegen die Alte Liga des SC Fürstenfeldbruck. Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann wurde nach einer vermeintlichen Tätlichkeit vom Platz gestellt. Nun spricht das "Opfer". Im Interview schildert Marco Bläser die Szene.

Servus Marco, am Freitagabend hast du mit Fürstenfeldbruck gegen den FC Bello gespielt. Wir haben gehört, dass Jens Lehmann nach einer Attacke gegen dich vom Platz gestellt wurde. Wie hast du die Situation wahr genommen?

Marco Bläser: Im Grunde war es eine völlig harmlose Situation. Ich habe Jens gedeckt und versucht ihn aus dem Strafraum zu schieben. Daraufhin hat er etwas mit dem Ellbogen ausgeholt, mich aber nicht getroffen. Der Schiedsrichter hat die Situation gesehen und ihn dann vom Platz gestellt. Allerdings gab es vorher schon aus mir unbekannten Gründen die ein oder andere Unstimmigkeit zwischen Jens und dem Schiedsrichter. Die Szene mit mir war dann wohl der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.

Bist du deswegen verärgert oder habt ihr euch nach dem Spiel wieder die Hand gegeben?

Nein, ich bin ganz und gar nicht verärgert. Jens Lehmann ist ein Torhüter und jeder weiß, dass man denen besser aus dem Weg geht. Jens hat ja bereits in der Bundesliga den ein oder anderen "Brüller" gebracht. Ich finde, dass der Fußball solche Typen braucht. Er hat mich ja nicht getroffen und ich habe dafür eine Stammtisch-Geschichte mehr zu erzählen (lacht). Die Hand konnte ich ihm leider nicht mehr geben, da er schon weg war.

Du bist dafür bekannt, auf dem Feld mit allen Mitteln zu kämpfen. Haben sich in dieser Situation vielleicht – wie man so schön sagt – zwei gesucht und gefunden?

Im Grunde genommen stimme ich dem vollkommen zu. Ich bin sicher auch kein Kind von Traurigkeit. Auch einige Freunde haben sofort geahnt, dass ich an diesem Platzverweis beteiligt gewesen sein muss (lacht). In diesem Fall war es aber völlig harmlos. Jens war im Spiel vielleicht ein bisschen überdreht. Aber es war für Alle ein tolles Erlebnis. Es ist ja schön, wenn jemand wie Jens mitspielt.

Wie war dein sportlicher Eindruck von Jens Lehmann? Er hat ja nicht im Tor, sondern im Mittelfeld gespielt.

Für einen Torhüter auf jeden Fall sehr passabel. Allerdings hat er mir in der ersten Halbzeit im defensiven Mittelfeld besser gefallen. Guter Spielaufbau, saubere Pässe, Dribblings- da war alles dabei. In der zweiten Hälfte war Jens mehr in der Offensive, da hing er etwas in der Luft. Irgendwann lässt auch die Kraft etwas nach. Für ein AH-Freundschaftsspiel haben wir auch ein sehr ordentliches Spieltempo angeschlagen. Es hat großen Spaß gemacht, hier mitspielen zu dürfen.

Themawechsel: Dein neuer Verein Pipinsried hat am letzten Spieltag den Klassenerhalt eingetütet. Bayernliga ist dir wahrscheinlich sehr viel lieber als Landesliga, oder?

Zunächst freut es mich sehr für den Verein und die Mannschaft, die ein schweres Jahr hinter sich hat. Vor allem aber für den Konny (Höß), der sein letztes Hemd für den Verein gibt. Ich hätte es mehr als schade gefunden, wenn er nach einem Abstieg aufgehört hätte. Klar spiele ich lieber in der Bayernliga, als in der Landesliga. Ich will natürlich so hoch wie möglich spielen und jetzt können wir uns voll auf die neue Saison konzentrieren, nachdem klar ist, dass der Klassenerhalt geschafft ist.

Mit Fabian Hürzeler bekommt ihr einen jungen Spielertrainer. Ihr seid euch ja schon während deiner Zeit in Heimstetten auf dem Spielfeld begegnet. Was hast du für einen Eindruck von ihm als Spieler und was erwartest du von ihm als Trainer?

Fabi war im ersten Jahr sogar mein direkter Gegenspieler. Kurz gesagt, er hat keinen Stich gemacht (lacht). Spaß beiseite, Fabian ist technisch sehr gut ausgebildet und bringt ein sehr gutes Spielverständnis mit. Außerdem ist er auch sehr zweikampfstark. Er ist defensiv eine große Verstärkung für die Mannschaft. Er bringt trotz seines jungen Alters einiges an Erfahrung mit, da er bei den Bayern und bei 1860 gespielt hat. Er weiß also, wie man ein Training gestaltet.Ich bin mir sicher, dass er die Mannschaft in die Spur bekommt. Es wird jedoch am Anfang nicht leicht sein, alles richtig zu machen.

Du warst ja selbst Spielertrainer. Kannst du Fabian vielleicht sogar den einen oder anderen Tipp geben, worauf er sich einstellen bzw. wie er sich teilweise umstellen muss?

Man sollte Fabi trotz seines jungen Alters nicht unterschätzen, deswegen glaube ich, dass er seine Sache gut machen wird. Er weiß auch, dass er sich zu 100 Prozent auf mich verlassen kann. Durch mein Alter bringe ich doch etwas an Erfahrung mit und möchte der Mannschaft Fabi helfen. Aus diesem Grund hat mich Konny Höß auch geholt. Wenn ich helfen kann, bin ich da. Egal in welcher Rolle.

Quelle: fussball-vorort.de

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