Pipinsrieder Neuzugang kehrt zurück und ist zuversichtlich

Bläser über Rückkehr ins 'Wohnzimmer': "Pipinsried packt das und gewinnt"

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Marco Bläser ist immer noch Mitglied beim SVH. Hier im ersten Saisonspiel für den FC Pipinsried.

SV Heimstetten - Er war wohl der einzige Fußballer, den die Fans des SV Heimstetten mit Sprechchören gefeiert haben, sobald er sich nur warm gemacht hat: Marco Bläser feiert heute sein Comeback im Sportpark – im Trikot des FC Pipinsried.

 „Ich freue mich riesig auf das Spiel“, sagt der 35-Jährige im Interview. „Das ist eine Rückkehr in mein Wohnzimmer.“

Herr Bläser, wann haben Sie das letzte Mal mit Sebastian Paul gesprochen?

Erst gestern. Ich bin ja noch im Verteiler des SV Heimstetten, und da schreiben wir uns regelmäßig Nachrichten. Da ist es zuletzt ziemlich rundgegangen…

… weil Sie heute mit dem FC Pipinsried nach Heimstetten zurückkehren. Schon vor drei Monaten haben Sie über dieses Duell gesagt: „Da drücke ich dem Pauli neunzig Minuten lang Sprüche rein.“

(lacht) Naja, ich werde mich natürlich auch auf mein Spiel konzentrieren müssen. Aber der eine oder andere Spruch gehört dazu. Bei Sebastian Paul ist es ja so, dass wir direkt gegeneinander spielen – er in der Innenverteidigung, ich im Sturm.

Sie haben nicht nur zu Sebastian Paul, sondern auch noch zu mehreren Spielern bei Heimstetten Kontakt?

Aber ja, das sind richtig gute Freundschaften. Auch deshalb freue ich mich riesig auf das Spiel. Außerdem ist das quasi eine Rückkehr in mein Wohnzimmer. Ich bin ja übrigens noch immer Mitglied beim SV Heimstetten.

Und sie haben vergangene Saison dort trainiert?

Ja, sechs Wochen lang, weil ich mich nach meinem Abschied aus Gerolsbach fit halten wollte. Michi (Manager Matejka) und Heiko (Trainer Baumgärtner) haben damals sofort Ja gesagt, und auch die Spieler haben mich toll aufgenommen.

Für Sie wird die Partie nicht nur ein Wiedersehen mit den alten Kollegen, sondern auch mit dem SVH-Fanclub der Hoaschdenga Buam, die Sie verehrt haben wie keinen anderen Spielen. Haben Sie diesmal Angst vor Pfiffen?

Überhaupt nicht, wir sind ja freundschaftlich auseinander gegangen. Erst vor zwei Wochen hat mir einer der Hoaschdenga Buam ein Foto von sich geschickt – in meinem Trikot. Die Jungs machen einfach eine geile Stimmung, das ist wahrscheinlich einmalig in der Bayernliga.

Sportlich haben beide Klubs den Auftakt verpatzt. Der SVH hat in Kottern ein 1:4 kassiert, Pipinsried gegen Sonthofen mit 0:1 verloren...

… aber wir haben ein richtig starkes Spiel gezeigt. Wir waren drückend überlegen, hatten dicke Chancen und hätten gewinnen müssen.

Pipinsried hat im Sommer den halben Kader ausgetauscht. Was ist heuer drin für Ihr Team?

Wir müssen uns sicher noch einspielen, aber wir haben den Vorteil, dass wir richtig gute Fußballer haben. Wenn sich das findet, dann sollten wir im oberen Drittel mitspielen.

Und Heimstetten?

Die haben eine starke und eingespielte Mannschaft. Wenn dann auch noch Orhan Akkurt einen Lauf bekommt, sind die ganz oben dabei – Platz eins bis vier, schätze ich.

Zuletzt noch ein Tipp für den heutigen Mittwoch?

Klar wird das schwer für uns, und natürlich schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Aber ich denke, dass wir das packen, und Pipinsried mit 2:1 gewinnt.

Treffen der Abgewatschten

Es ist kein wirklicher Trost für den SV Heimstetten gewesen, dass der Klub am Sonntag immerhin noch die Rote Laterne abgegeben hat. Weil der TSV Schwabmünchen in Pullach mit 0:3 verlor, rutschte der SVH einen Platz nach vorne – auf den vorletzten Tabellenrang. So oderso hat die Elf von Trainer Heiko Baumgärtnertags zuvor durch das 1:4 beim TSV Kottern den Auftakt gründlich verpatzt – ebenso wie der heutige Gegner. Denn auch der FC Pipinsried (19 Uhr; Sportpark), ist noch ohne Punkt: Im ersten Spiel verlor das Team von NeuSpielertrainer Fabian Hürzeler mit 0:1 gegen den FC Sonthofen. Nun also geht es für beide Klubs darum, den Fehlstart abzuwenden. Der SVH ist dabei weiter ersatzgeschwächt: Es fehlen die Langzeitverletzten Simon Huber, Memis Ünver, Fabian Lüders und Kevin Staudigl sowie Keeper Marijan Krasnic. Immerhin ist Stürmer Orhan Akkurt wieder an Bord, der in Kottern noch gefehlt hat.

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Paul, Wellmann, Kubina, Hintermaier, De La Motte, D. Schmitt, Duhnke, Steimel, Riglewski, Akkurt 

Interview und Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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