Es bleibt dabei: Heimstetten kann gegen Ismaning nicht gewinnen

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Der SV Heimstetten kann gegen den FC Ismaning nicht gewinnen: Daran hat sich auch beim Wiedersehen der Erzrivalen nichts geändert. Dennoch gibt sich der SVH zufrieden mit dem 2:2 (2:2) – genauso wie der FCI.

Es wäre eine feine Pointe für dieses feine Derby im Sportpark Heimstetten gewesen, wenn Malcom Olwa-Luta in der 77. Minute nur etwas genauer gezielt hätte. Nach einer Flanke kommt der Angreifer des FC Ismaning aus sechs Metern frei zum Kopfball – eine Szene, die später wahlweise als „dicke Chance“ (FCI-Coach Xhevat Muriqi) oder „Riesenbrett“ (SVH-Manager Michael Matejka) bezeichnet wird.

Olwa-Luta hat das 3:2 also auf dem Kopf – ausgerechnet er. Schließlich hat der 21-Jährige bis zum Sommer noch in Heimstetten gespielt, ehe er nach einer Stippvisite beim TSV 1860 Rosenheim zum FCI zurückgekehrt ist. Über die Details dieses Wechselwirrwarrs gehen die Meinungen auseinander, aber so viel ist sicher: Es war eher kein Abschied der herzlichen Sorte – von beiden Seiten nicht.

Nun also könnte der Stürmer die Gäste zu einem prestigeträchtigen Sieg gegen seinen Ex-Klub schießen. Sein Kopfball jedoch fliegt dann doch einige Meter über die Latte, und auch danach findet das Leder auf beiden Seiten nicht mehr den Weg ins Netz. Bedeutet: Die zwei Erzrivalen, die einst lange Jahre um die Vorherrschaft in der Region rangelten, trennen sich bei ihrem ersten Wiedersehen seit 2013 mit 2:2. „Ein gerechtes Unentschieden, mit dem wir gut leben können“, bilanziert SVH-Trainer Heiko Baumgärtner. Ähnlich klingt das bei seinem FCI-Pendant Xhevat Muriqi: „Der Punkt ist für uns absolut okay. Wir haben in der ersten Hälfte nicht gut gespielt, in der zweiten waren wir dann besser und aktiver.“

Ursächlich für so viel Zufriedenheit ist sicher auch die Tatsache, dass gleich drei Serien gehalten haben. So ist Ismaning seit nunmehr sieben Partien unbesiegt, während der SVH seine letzten fünf Spiele in der Bayernliga Süd nicht verloren hat. Serie Nummer drei wird vor allem alteingesessene FCI-Fans freuen: Auch im elften Ligaduell der Nachbarn schafft es der SVH nicht, dem Erzrivalen eine Niederlage beizubringen.

Dabei sieht es anfangs vor immerhin 400 Zuschauern so aus, also sollten die Platzherren diesmal gänzlich leer ausgehen. Nach einer Viertelstunde bringt der Ex-Heimstettner Nils Ehret Ismaning in Führung; kurz darauf erhöht Manuel Ring auf 2:0. In beiden Fällen geht zumindest die Hälfte des Treffers aufs Konto von Altmeister Mijo Stijepic, der die Tore jeweils mustergültig vorbereitet. Jedoch hätte auch Heimstetten bis hierhin wenigstens zwei Treffer erzielen müssen. Doch in einer rassigen ersten Hälfte lässt der SVH erst vier dicke Chancen aus, ehe Lukas Riglewski einen Freistoß zum 1:2-Anschluss ins Netz zwirbelt. Kurz vor der Pause setzt sich dann Maximilian Hintermaier gekonnt auf der Außenbahn durch und bedient Orhan Akkurt, der mit seinem zwölften Saisontor das 2:2 markiert.

Nach dem Wechsel agieren beide Klubs merklich vorsichtiger; zudem habe man „dem extrem hohen Tempo der ersten Halbzeit etwas Tribut gezollt“, sagt Baumgärtner. Seine Elf erzielt durch Akkurt noch ein weiteres Tor, bei dem der Schiedsrichter jedoch auf abseits entscheidet. Sonst hat der SVH keine guten Szenen mehr – anders als Ismaning. So hat Olwa-Luta neben seinem Kopfball-Brett noch eine weitere prima Chance (46.); dazu scheitert Mijo Stijepic im Eins-gegen-Eins an Keeper Maximilian Riedmüller (79.). Und so bleibt es am Ende bei der Punkteteilung – und Zufriedenheit auf beiden Seiten.

SV Heimstetten – FC Ismaning 2:2 (2:2)

SVH: Riedmüller, Schäffer, Kubina, Hintermaier, Giglberger, D. Schmitt, Steimel, Riglewski (89. Wellmann), Nappo (82. Lopes), Duhnke, Akkurt.

FCI: Preußer, Ehret, Beck, Siedlitzki, Tomasevic, Killer, Siebald, Ring (63. Vidovic), Fischer, Stijepic (da Costa Barros), Olwa-Luta (79. Auerweck).

Tore: 0:1 Ehret (15.), 0:2 Ring (21.), 1:2 Riglewski (31.), 2:2 Akkurt (41.).

Schiedsrichter: Michael Bacher (München) – Zuschauer: 400.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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