Der Ex-Profi spricht über seine Mission beim BCF

Brand: "Drei Punkte werden reichen"

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Klaus Brand soll die Farcheter Fußballer wieder auf Kurs bringen.

BCF Wolfratshausen - Schon kurz nach dem Rücktritt von Trainer Reiner Leitl, der unmittelbar nach der deprimierenden 0:3-Heimniederlage gegen die SpVgg Hankofen-Hailing das Handtuch geworfen hatte (wir berichteten), wurde Klaus Brand als Nachfolger präsentiert.

Der bisherige Sportliche Leiter der Farcheter wird das Team in den verbleibenden drei Partien gemeinsam mit dem verletzten Routinier Sebastian Pummer betreuen. Unser Mitarbeiter Peter Herrmann sprach mit dem 61-jährigen ehemaligen Bundesliga-Profi von Bayer Uerdingen und vormaligen Trainer in Wolfratshausen, Starnberg, Großhadern und Antdorf.

Herr Brand, können Sie uns erklären, warum Reiner Leitl am Samstag nach drei Jahren Amtszeit so plötzlich seinen Rücktritt erklärt hat?

Klaus Brand: Der Trainer hatte einfach das Gefühl, dass er einen Teil der Mannschaft nicht mehr erreicht. Nach dem Spiel gegen Hankofen hat er sich in der Kabine von allen verabschiedet und ihnen viel Glück für die restlichen Partien gewünscht. Er denkt wohl auch, dass sein Rücktritt bei einigen Spielern Blockaden lösen kann.

Sie übernehmen jetzt gemeinsam mit Sebastian Pummer das Ruder. Was wollen Sie ändern?

Wir müssen die Jungs jetzt psychologisch aufrichten und schauen, dass sie die Köpfe frei bekommen.

Viele Umstellungen werden Sie aufgrund der dünnen Personaldecke ohnehin nicht vornehmen können …

Das stimmt leider. Gerade die Ausfälle von Leistungsträgern wie Marco Höferth, Werner Schuhmann, Michael Rauch und Michael Marinkovic waren auch ein Grund dafür, warum wir jetzt wieder in Abstiegsgefahr geraten sind. Zumindest bei Rauch und Marinkovic sieht es aber so aus, als würden sie uns vielleicht noch in ein bis zwei Begegnungen zur Verfügung stehen.

Was schätzen Sie: Wie viele Punkte muss der BCF noch holen, um am 34. Spieltag in der Tabelle über dem Strich zu stehen?

Ich gehe davon aus, dass wahrscheinlich schon drei Punkte reichen werden. Wir haben alles noch selbst in der Hand. Nicht zuletzt treten wir gegen drei Konkurrenten an, mit denen wir uns auf Augenhöhe befinden. Wahrscheinlich reicht in dieser Saison sogar schon der 14. Platz für den Klassenerhalt, da die relevanten Mannschaften in der Bayernliga Nord wohl nicht mehr als 40 Punkte erreichen werden.

Bleiben Sie eigentlich über das Saisonende hinaus Trainer des BCF?

Nein. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits auf Hochtouren. Außerdem stehen noch Verhandlungen mit Spielern an. Da spielt es natürlich auch eine Rolle, ob wir in der Bayernliga bleiben. Wir stehen jetzt alle in der Pflicht, die Klasse zu halten.

Interview: Peter Herrmann

Quelle: fussball-vorort.de

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