2:0-Sieg gegen Feuchtwangen

Bruck hat den direkten Klassenerhalt vor Augen

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Nicht ins Stolpern geraten: Matthias Streun (r.) ging gemeinsam mit seinen SCF-Kollegen den Hindernissen aus dem Weg.

SC Fürstenfeldbruck – Urplötzlich steht die Tür für den SC Fürstenfeldbruck zum direkten Klassenerhalt in der Landesliga wieder offen. Möglich machte es ein 2:0 (2:0)-Sieg im Abstiegsduell in Feuchtwangen – zustande gekommen durch einen Doppelschlag mit Köpfchen.

Es war kein überragendes Spiel, das die Brucker in Mittelfranken abgeliefert haben. Im Endeffekt reichten fünf Minuten, in denen der SCF dafür ein regelrechtes Offensiv-Feuerwerk abfeuerte. Ausgelöst wurde es in der 19. Minute durch einen Angriff von Fabian Friedl, der alleine aufs Tor zustürmte, dabei aber von seinem Gegenspieler gestoppt wurde. Ob regelkonform, darüber schieden sich die Geister: Die Brucker reklamierten eine Notbremse, die Pfeife von Schiedsrichter Steffen Ehwald (Schweinfurt) blieb aber stumm. Der SCF reagierte mit Wut im Bauch, die Hausherren verunsichert.

Nur eine Minute später segelte ein hoher Ball in Richtung Feuchtwanger Strafraum. Marian Knecht stand im Abseits, griff aber nicht ein. Die Feuchtwanger Abwehr übersah aber, dass sich Friedl davonstahl, plötzlich mutterseelenalleine vor dem Tor stand und am verdutzten Torhüter vorbei einköpfte. Wiederum eine Minute später scheiterte Knecht knapp aus spitzem Winkel, nachdem er den Keeper bereits umrundet hatte. Doch nur kurz darauf – der Minuten-Rhytmus wurde beibehalten – bewies er ebenfalls Köpfchen: Mit selbigem wuchtete der Stürmer das Leder nach einer passgenauen Flanke nämlich unhaltbar zum 2:0 über die Linie.

Sportlich ist die Geschichte der Partie damit erzählt. Zwar ließ sich der SCF vor der Pause noch einmal in die eigene Hälfte drängen, weswegen Trainer Maichael Westermair für den zweiten Durchgang „noch einen heißen Kampf“ erwartete. „Da haben wir das Spiel wieder aus der Hand gegeben.“ Doch diese Prognose bewahrheitete sich nicht. Die Brucker agierten nach dem Seitenwechsel wieder stärker und hatten durch Knecht und Friedl sogar noch gute Chancen zum 3:0.

Hitzig wurde es aber noch aus anderen Gründen. Nach einer guten Stunde wurde der enteilte Knecht 20 Meter vor dem Tor von Feuchtwangens Keeper Philipp Deeg unfair gestoppt. „Das ist für mich eine ganz klare rote Karte“, schimpfte Westermair. Es gab aber nur eine Verwarnung. Und auch sonst traf der Unpartaiische noch die eine oder andere Entscheidung, die die Trainer beider Teams erzürnte – Feuchtwangens Coach Thomas Ackermann sogar so sehr, dass er von Ehwald auf die Tribüne geschickt wurde.

Richtig lag der Schiri dagegen in der Nachspielzeit, als er nach einem Handspiel von Fabio Gonschior auf den Elfmeterpunkt deutete. „Wenn da das Tor fällt, wird’s drei Minuten lang nochmal richtig spannend“, sagte Westermair. Es fiel aber nicht. SCF-Keeper Maximilian Knobling parierte den Strafstoß, den Nachschuss jagte Feuchtwangens Schütze Timo Schaller freistehend übers Tor.

Der Rückstand des SCF auf das rettende Ufer beträgt nun nur noch drei Punkte, die man am kommenden Wochenende beim Schlusslicht Dinkelsbühl vielleicht schon aufholen kann. Westermair: „Das bleibt bis zum letzten Spieltag spannend.“

Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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