Bruck siegt mit 4:3 gegen Dinkelsbühl

Brucker Jubelorgie nach giftiger Abstiegsschlacht

+
Begraben unter Freunden. Siegtorschütze Julius Ostarhild entkam dem Jubelgetümmel unverletzt.

SC Fürstenfeldbruck - Mit einem 4:3 (2:1)-Herzschlagsieg in Dinkelsbühl ist der direkte Klassenerhalt für den SC Fürstenfeldbruck wieder in greifbare Nähe gerückt. Held des Tages war Julius Ostarhild, der den Siegtreffer in der Nachspielzeit erzielte.

Es war fast ein kleines Wunder, dass Ostarhild seinen Husarenstreich unverletzt überstand. Denn unmittelbar nach dem Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit stapelte sich die komplette Brucker Mannschaft inklusive Ersatztorhüter Andreas Pauker beim Torjubel auf dem jungen Verteidiger. Mit einem wuchtigen Kopfball hatte Ostarhild für den späten Sieg gesorgt, den die Brucker eigentlich schon hergeschenkt hatten.

Mit 2:0 und mit 3:1 hatte der SCF jeweils geführt. Doch unnötige Ballverluste sorgten dafür, dass die Dinkelsbühler ihrem Ruf als Brucker Angstegegner beinahe wieder einmal gerecht werden konnten. Dabei begann alles nach Plan für den SCF: Keine sechs Minuten waren gespielt, da stand es bereits 2:0. Matthias Streun hatte einen – allerdings haltbaren – Freistoß versenkt. Eine Minute später überrumpelte Marian Knecht die noch geschockte Dinkelsbühler Abwehr bei einem Alleingang. „Da hätten wir dann noch einen drauflegen müssen“, sagte Trainer Michael Westermair. „Aber stattdessen haben wir einen Gang runter geschaltet.“

Und so kamen die Hausherren nach einem unnötigen Ballverlust der Brucker zum Anschlusstreffer. Danach entwickelte sich eine giftige Partie, woran der überforderte Unparteiische Sebastian Wieber (Ramsthal) erheblichen Anteil hatte. So ließ er eine Tätlichkeit des Dinkelsbühler Torhüters ungeahndet und verweigerte dem SCF einen klaren Strafstoß. Die Halbzeitpause trug auch nicht unbedingt zum Abkühlen der Gemüter bei: Beim Gang zur Kabine entwickelte sich die eine oder andere kleine Rangelei zwischen den Spielern.

Doch nach dem Wiederanpfiff kanalisierten die Brucker ihre Wut auf sportlichem Weg: Streun umkurvte gleich vier Gegenspieler wie Slalomstangen und hatte dann noch das Auge für den besser postierten Fabian Friedl, der trocken zum 3:1 einschoss. Westermair: „Eigentlich muss das das entscheidende Tor sein. Aber weil sich wieder Patzer einschlichen, fand Dinkelsbühl erneut zurück ins Spiel.

Spätestens mit dem Ausgleich acht Minuten vor dem Ende waren die Hausherren endgültig am Drücker und hatten den SCF am Rande einer Niederlage – bis Westermair ein glückliches Händchen bei der Einwechslung von Christian Mühlberger bewies. Eigentlich stand dessen Einsatz nach einer überstandenen Verletzung mehr als auf der Kippe, denn: „Ich war unter der Woche auch noch krank“, sagte der Mittelfeldspieler. Doch wegen der Personalnot nahm Mühlberger auf der Bank Platz und wurde in der 86. Minute eingewechselt. Er war es dann, der einen Freistoß auf Ostarhilds Kopf zirkelte – der Rest waren eine einzige Jubelorgie in blau-gelb und neue Hoffnung im Klassenkampf.

Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Kupka und sein Kampf für den Amateurfußball
Kupka und sein Kampf für den Amateurfußball
Hürzeler: "Würde Höß gerne seinen Traum erfüllen"
Hürzeler: "Würde Höß gerne seinen Traum erfüllen"

Kommentare