Der erste Neuzugang ist verpflichtet

Brucker Wochen der Wahrheit beginnen mit Hoffnung

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Das Trikot mit der Nummer 6 hat er schon mal: Neuzugang Arton Berisha mit Trainer Michael Westermair (r.) und SCF-Abteilungsleiter Alfred Thurner.

SC Fürstenfeldbruck – Ungeachtet der Streitigkeiten auf Funktionärsebene stehen dem SC Fürstenfeldbruck nun die sportlichen Wochen der Wahrheit bevor.

Sie beginnen mit dem Anti-Abstiegsduell am Samstag, 17 Uhr, in Feuchtwangen. Hinter den Kulissen basteln die Verantwortlichen derweil schon am Kader für die nächste Saison. In welcher Liga sich die abspielt, steht freilich noch nicht fest.

Klar ist aber, wer dann die Strippen im Mittelfeld ziehen soll: Der 29-jährige Spielmacher Arton Berisha steht als erster Neuzugang fest. Zum SCF gelockt hat ihn Trainer Michael Westermair. Beide kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim Lokalrivalen in Oberweikertshofen gut. „Ich bin wegen einer beruflichen Fortbildung zuletzt etwas kürzer getreten“, erklärt der Neuzugang seinen Schritt. „Aber nachdem Michael Westermair mich angerufen hat, will ich wieder angreifen.“ Fit hielt sich Berisha zuletzt bei seinem Heimatverein in Thannhausen. „Die Situation dort war schwierig“, erzählt er. Die Schwaben haben finanzielle Probleme – Erfahrungen, die Berisha beim ebenfalls nicht auf Rosen gebetteten SCF erneut erwarten könnten. Zwar wird Berisha erst in der neuen Saison ins Brucker Trikot schlüpfen. Mittrainieren will er aber jetzt schon das eine oder andere Mal.

Dabei könnte Westermair schon in Feuchtwangen personelle Verstärkung gut gebrauchen. Ihn ereilten unter der Woche nämlich zwei weitere Hiobsbotschaften: Sowohl für Karol Kopec als auch für Carl Weser ist die Saison – zumindest die reguläre ohne Relegationsverlängerung – beendet. Die Verletzung von Derby-Held Kopec, der in nur zwölf Minuten einen Hattrick beim 3:0-Sieg gegen Oberweikertshofen erzielt hatte, entpuppte sich als der befürchtete Muskelfaserriss. „Vier bis sechs Wochen Pause“, prognostiziert Westermair. „Sollten wir Relegation spielen müssen, hoffen wir noch auf ihn.“

Anders sieht es bei Weser aus. Der Flügelflitzer hat sich im Derby bei einem Zweikampf mit dem Ex-Brucker Christian Rodenwald das vordere Syndesmoseband im Knöchel gerissen. Er wird wohl auch bei einer verlängerten Saison nicht mehr eingreifen können.

Dabei geht es in den beiden kommenden Partien in Feuchtwangen und Dinkelsbühl um alles: Bei zwei Siegen hat der SCF noch die Chance auf den direkten Klassenerhalt. Allerdings hat Feuchtwangen zuletzt auch aufgetrumpft: Der Tabellen-Vorletzte ist seit vier Spielen ungeschlagen und hat zuletzt durch einen 3:0-Heimsieg gegen Aindling aufhorchen lassen. Dennoch: „Die Zielsetzung sind klar drei Punkte“, sagt Westermair. „Da brauchen wir nicht mehr auf ein Remis spielen.“

Text: Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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